Merkel: Spannung im Donauraum
Bundeskanzlerin Angela Merkel bekennt sich zwar zur Donau-Strategie, sieht aber ein Spannungsverhältnis unter den Donauländern mit unterschiedlichen Interessen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel bekennt sich zwar zur Donau-Strategie, sieht aber ein Spannungsverhältnis unter den Donauländern mit unterschiedlichen Interessen.
Vor kurzem habe sie mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Bojko Borissow und dem rumänischen Präsidenten Traian Basescu über die Donaustrategie gesprochen. „Wir sind uns einig, dass wir die Donau-Kooperation verbessern müssen und für die Donau-Konvention mehr tun wollen“, sagte die deutsche Regierungschefin Angela Merkel (CDU) am Montagabend in einem Gespräch mit Auslandskorrespondenten in Berlin.
Unterschiedliche Interessen
Das Problem in der angestrebten Zusammenarbeit der Donau-Anrainerstaaten sei jedoch, dass es unterschiedliche Interessen gebe.
„Die einen wollen mehr wirtschaftlichen Ausbau der Donau, die anderen wollen mehr Umweltschutz“, sagte Merkel und resümierte: “Darin liegt ein Spannungsverhältnis.“
Mehr Schiffe oder mehr Artenvielfalt?
Das Spannungsverhältnis beruhe auf der Frage: „Versteht man unter einer besseren Donau-Zusammenarbeit, dass künftig mehr große Schiffe auf der Donau unterwegs sind – oder versteht man unter einer besseren Zusammenarbeit, dass die Donau ihren natürlichen Verlauf nimmt und die Artenvielfalt geschützt wird?“
Merkel ließ den Widerspruch selbst unbeantwortet und sagte: „Aber auf jeden Fall bekennen wir uns zu einer engeren Zusammenarbeit.“
ekö