Merkel und May unterstützen Trumps Syrien-Angriff

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die britische Regierungschefin Theresa May hätten ihre Unterstützung für den US-Luftschlag in Syrien ausgedrückt, teilt das Weiße Haus mit. Assad müsse zur Verantwortung gezogen werden.

merkel und trump
Der nicht erwiderte Handschlag hat ein Nachspiel: Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem USA-Besuch im März. [Foto: Screenshot]

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die britische Regierungschefin Theresa May hätten ihre Unterstützung für den US-Luftschlag in Syrien ausgedrückt, teilt das Weiße Haus mit. Assad müsse zur Verantwortung gezogen werden.

US-Präsident Donald Trump hat in getrennten Telefonaten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britischen Premierministerin Theresa May über den US-Luftangriff in Syrien beraten. Dabei hätten sowohl Merkel als auch May ihre Unterstützung für das Vorgehen der USA ausgedrückt, teilte das US-Präsidialamt gestern mit. Sie seien mit Trump über die Wichtigkeit einig, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für einen mutmaßlichen Giftgasangriff zur Verantwortung zu ziehen.

In der vergangenen Woche hatten die USA eine syrische Luftwaffenbasis aus der Luft angegriffen. Damit reagierten die USA auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz gegen die Bevölkerung eines Ortes in der Provinz Idlib mit Dutzenden Toten. Die syrische Regierung bestreitet, für den Angriff verantwortlich zu sein.

Das Amt von May teilte mit, die Premierministerin sei sich bei dem Telefonat mit Trump einig gewesen, dass es jetzt eine Chance gebe, Russland von seiner Unterstützung für Assad abzubringen. Der Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson diese Woche in Moskau biete eine Gelegenheit, Fortschritte für eine nachhaltige politische Lösung des Konflikts zu erzielen.