Merkel und Sarkozy machen Druck auf Griechenland?
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy haben den griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou dazu gedrängt, alle zugesagten und von der internationalen Gemeinschaft geforderten Reformen "strikt und effektiv" umzusetzen. Forderungen nach einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone wiesen sie zurück.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy haben den griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou dazu gedrängt, alle zugesagten und von der internationalen Gemeinschaft geforderten Reformen „strikt und effektiv“ umzusetzen. Forderungen nach einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone wiesen sie zurück.
Angela Merkel und Nicolas Sarkozy telefonierten am Mittwochabend mit dem griechischen Ministerpräsidenten. Beide betonten gegenüber Giorgos Papandreou, dass es "mehr denn je unerlässlich" sei, die Entscheidungen der Staats- und Regierungschefs vom 21. Juli vollständig umzusetzen, um die Stabilität der Euro-Zone sicher zu stellen. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach dem Telefonat am Abend mit.
Merkel und Sarkozy hätten dem griechischen Ministerpräsidenten "die Bedeutung erläutert, die die strikte und effektive Umsetzung des von den Mitgliedsstaaten der Eurozone und dem IWF getragenen Anpassungsprogramms für die griechische Wirtschaft hat." Dies ist Voraussetzung für die Auszahlung zukünftiger Tranchen des Programms. Papandreou bestätigte indessen die "absolute Entschlossenheit" seiner Regierung, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die gegebenen Zusagen umzusetzen.
Frankreichs Präsident und die Bundeskanzlerin hätten ihrem Gesprächspartner den Ernst der Lage sehr deutlich gemacht, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Gleichlautende Erklärungen gaben auch die französische und die griechische Regierung am Abend ab.
Zugleich zeigten sich die Bundeskanzlerin und der Präsident davon überzeugt, dass die Zukunft Griechenlands in der Euro-Zone liegt. "Die Umsetzung der Zusagen aus dem Programm ist unerlässlich, damit die griechische Wirtschaft zu einem nachhaltigen und ausgeglichenen Wachstum zurück findet. Der Erfolg der Anpassung Griechenlands wird die Stabilität der Euro-Zone festigen", heißt es in der Pressemitteilung der Bundesregierung.
dto
Links
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