Nachhaltigkeitsbericht: Zündstoff für Halbzeitbilanz von Lissabon

Der Bericht 2005 ‚Environmental Sustainable Index’ bekräftigt, dass sich eine vernünftige Nachhaltigkeitspolitik und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit ergänzen.

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Der Bericht 2005 ‚Environmental Sustainable Index’ bekräftigt,
dass sich eine vernünftige Nachhaltigkeitspolitik und
wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit ergänzen.

Der“Environmental Sustainability Index“ (ESI) 2005 wurde
von einer Gruppe Umweltforscher der Universitäten von Yale und
Columbia in Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum und der
Gemeinsamen Forschungsstelle der EU erstellt. 

Der ESI enthält einen Maßstab an dem die Nachhaltigkeitsleistung
von 146 Ländern gemessen wird. Finnland erhält den ersten Platz vor
Norwegen, Uruguay, Schweden und Island. Die skandinavischen Länder
werden ebenfalls in zahlreichen Berichten zur wirtschaftlichen
Wettbewerbsfähigkeit als führend eingestuft. Schweden und Finnland
scheinen besonders gut für den internationalen Wettbewerb gerüstet
zu sein und gleichzeitig verfügen diese Länder über ausgebaute
Sozialsysteme und viele Umweltvorschriften. 

Das wohl prominenteste Beispiel für die Haltung
„Wettbewerbsfähigkeit geht vor“ sind die USA, die jedoch lediglich
auf den 45. Platz kommen, damit aber immer noch besser abschneiden
als Großbritannien (66). Das EU-Mitgliedsland, das am schlechtesten
abschneidet, ist Belgien. Mit Platz 112 liegt es nur knapp vor der
Republik Kongo.

Die Platzierungen fast aller EU-Mitgliedstaaten (und
Kandidatenländer): 

 

1 – Finnland 48 – Slowakei 
4 – Schweden 54 – Ungarn 
10 – Österreich  66 – Großbritannien
15 – Lettland  67 – Griechenland
21 – Irland  69 – Italien
22 – Litauen  70- Bulgarien
26 – Dänemark 76 – Spanien
27 – Estland  91 – Türkei
29 – Slowenien 92 – Tschechische Republik
31 – Deutschland 94 – Rumänien
36 – Frankreich  102 – Polen 
37 – Portugal  112 – Belgien
41 – Niederlande 

Einige der Schlussfolgerungen des Berichts lauten
folgendermaßen: 

  • Der Vermögensstand eines Landes ist ein wichtiger Faktor in
    Bezug auf den Umweltschutz, gleichzeitig schneiden einige
    wohlhabendere Länder jedoch besser ab als andere.
  • Umweltschutz „muss nicht auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit
    geschehen“.
  • Entwicklungsländer und Industrieländer stehen unterschiedlichen
    ökologischen Herausforderungen gegenüber.