Neue Pipeline verschafft EU Zugang zu kaspischem Erdgas [DE]
Am 26. Juni 2006 erhielt das Nabucco-Projekt offiziell die Unterstützung der wichtigsten Transitländer. Durch die Belieferung Westeuropas mit kaspischem Gas soll die Abhängigkeit der EU von Russland verringert werden.
Am 26. Juni 2006 erhielt das Nabucco-Projekt offiziell die Unterstützung der wichtigsten Transitländer. Durch die Belieferung Westeuropas mit kaspischem Gas soll die Abhängigkeit der EU von Russland verringert werden.
EU-Energiekommissar unterzeichnete mit den Ministern der Transitländer, welche in das Nabucco-Gaspipelineproket involviert sind, eine gemeinsame Erklärung, in der sie sich verpflichten, den Bau der Pipeline mit Hilfe von finanzieller Unterstützung der EU erfolgreich abzuschließen. Die Erklärung wurde von der Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich, welches das Konsortium der Energieversorgungsunternehmen rund um das Energieunternehmen OMV anführt.
Piebalgs sagte der Financial Times, dass die EU dieses Projekt nicht nur politisch, sondern auch mit (Finanzmitteln) für Umsetzbarkeitsstudien unterstütze.
Die neue Pipeline wird sich über 3.400 km durch Südosteuropa erstrecken. Sie wird in Zentralösterreich beginnen und in Anatolien enden. Hierdurch kann Erdgas von Ländern in der Region des kaspischen Meeres wie Iran, Aserbaidschan und Turkmenistan, nach Europa transportiert werden.
Vor 2012, wenn der Bau der Pipeline voraussichtlich abgeschlossen ist, werden keine größeren Mengen an Gas fließen. Politisch ist der Schritt umso bedeutsamer, als dass sich die EU derzeit auf das G-8-Gipfeltreffen in St. Petersburg (15. bis 18. Juli) vorbereitet, wo die Energieversorgungssicherheit und die Rolle Russlands als ein stabiler Lieferant zentrale Diskussionsthemen sein werden,.
Um ihre Abhängigkeit von russischem Gas und dem Öl aus dem Nahen Osten entgegenzuwirken, versucht die EU derzeit aktiv ihre Energielieferungen zu diversifizieren. Diskussionen über eine mögliche gemeinsame Energiepolitik auf EU-Ebene begannen bereits im März, wodurch auch das Profil der EU in der Außenpolitik gestärkt werden soll (s. LinksDossier über das Energie-Grünbuch).