Neue Regeln für ausländische Saisonarbeiter

Für Saisonarbeiter aus acht neuen EU-Staaten ist zum 1. Januar die EU-Arbeitserlaubnispflicht entfallen. Sie können bis zu sechs Monate im Kalenderjahr in der Land- und Forstwirtschaft, dem Obst und Gemüseanbau und im Hotel- und Gaststättengewerbe in Deutschland eingesetzt werden. Bulgarische, rumänische und kroatische Arbeitnehmer brauchen weiterhin eine EU-Arbeitserlaubnis.

Saisonarbeiter helfen bei der Broccoli-Ernte auf einem Feld in der Region Hannover. Foto: dpa
Saisonarbeiter helfen bei der Broccoli-Ernte auf einem Feld in der Region Hannover. Foto: dpa

Für Saisonarbeiter aus acht neuen EU-Staaten ist zum 1. Januar die EU-Arbeitserlaubnispflicht entfallen. Sie können bis zu sechs Monate im Kalenderjahr in der Land- und Forstwirtschaft, dem Obst und Gemüseanbau und im Hotel- und Gaststättengewerbe in Deutschland eingesetzt werden. Bulgarische, rumänische und kroatische Arbeitnehmer brauchen weiterhin eine EU-Arbeitserlaubnis.

Für Saisonarbeiter aus den sogenannten EU-8-Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn ist zum 1. Januar 2011 die Arbeitserlaubnispflicht für eine Beschäftigung als Saisonarbeitnehmer entfallen. Darüber informierte die Bundesagentur für Arbeit.

Demnach können deutsche Arbeitgeber ab sofort ausländische Saisonarbeitnehmer aus den genannten EU-Ländern in der Land- und Forstwirtschaft, dem Obst und Gemüseanbau und im Hotel- und Gaststättengewerbe beschäftigen. Ein Saisonarbeiter darf bis zu sechs Monate im Kalenderjahr eingesetzt werden.

Arbeitnehmer aus Kroatien, Bulgarien und Rumänien benötigen weiterhin eine EU-Arbeitserlaubnis, bevor sie als Saisonarbeiter in Deutschland arbeiten dürfen.

Arbeitnehmerfreizügigkeit ab Mai 2011

Für die Bürger aus den 2004 beigetretenen zehn EU-Staaten gilt zudem am 1. Mai 2011 die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit. Das heißt, sie können ohne arbeitserlaubnisrechtliche Beschränkungen jede Art von Beschäftigung in allen Wirtschaftsbereichen in Deutschland aufnehmen.

Die Bundesagentur für Arbeit erwartet, dass zwischen 100.000 und 150.000 Osteuropäer in Deutschland nach Arbeit suchen werden, wenn die bisherigen Barrieren fallen. Die deutsche Wirtschaft blickt mit gemischten Gefühlen diesem Datum entgegen. EURACTIV.de berichtete über Ängste und Hoffnungen.

mka

Links

Bundesagentur für Arbeit: Saisonbeschäftigung (26. November 2010)

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