Nur zehn Länder haben ihre Elektrizitätsmärkte vollständig liberalisiert [DE]

Aus einer Eurostat-Untersuchung geht hervor, dass im September 2005 lediglich zehn der 25 EU-Mitgliedstaaten ihre Strommärkte vollständig geöffnet hatten.

Aus einer Eurostat-Untersuchung geht hervor, dass im September 2005 lediglich zehn der 25 EU-Mitgliedstaaten ihre Strommärkte vollständig geöffnet hatten.

Das statistische Amt der EU, Eurostat, hat am 22. Mai 2006 eine Übersicht der Verfassung der europäischen Strommärkte veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse sind die folgenden: 

  • Zehn Mitgliedstaaten haben ihre Strommärkte vollständig für den Wettbewerb geöffnet: Dänemark, Deutschland, Spanien, Irland, die Niederlande, Österreich, Portugal, Finnland, Schweden und das Vereinigte Königreich
  • Der Anteil konventioneller Kraftwerke an der Stromerzeugung in der EU beträgt 58 %
  • Auf Kernkraftwerke entfallen 19 % (davon die Hälfte  in Frankreich), auf Wasserkraftwerke 18 % und auf Windkraftanlagen 5 % der Stromerzeugungskapazitäten;
  • Bei der Windkraft konnte der größte Anstieg verzeichnet werden: Die installierte Kapazität wurde um 154 % seit 2000 ausgebaut. Ihr Anteil ist in Dänemark (23 %), Deutschland (13 %) und Spanien (12 %) am höchsten
  • Der grenzüberschreitende Stromhandel wird immer noch durch die Übertragungskapazität der Verbindungen begrenzt.

Die Kommission zeigt sich nunmehr entschlossen, hart gegen wettbewerbswidriges Verhalten in den europäischen Energiemärkten durchzugreifen (siehe EURACTIV, 12 May).