Öffentliche Verkehrsbetriebe fordern Lösung für steigenden Energiepreise
Taxi-, Krankenwagen- und Busfahrer:innen werden am Sonntag in der Madrider Innenstadt demonstrieren, um die Umsetzung dringender Maßnahmen zur Eindämmung der steigenden Energiepreise zu fordern. EURACTIVs Partner EFE berichtet.
Taxi-, Krankenwagen- und Busfahrer:innen werden am Sonntag in der Madrider Innenstadt demonstrieren, um die Umsetzung dringender Maßnahmen zur Eindämmung der steigenden Energiepreise zu fordern.
Vertreter:innen des spanischen Nationalen Ausschusses für Straßentransport (CNTC) werden sich am Mittwoch (23. März) mit Verkehrsministerin Raquel Sánchez treffen, um sie „über die kritische Situation zu informieren, in der sich der Sektor aufgrund des exponentiellen Anstiegs der Energiepreise befindet“, betonte der Verband in einer Pressemitteilung.
„Wir sind uns der Forderungen des Sektors und insbesondere der Selbstständigen und der KMU sehr bewusst, und deshalb bitte ich um ein Vertrauensvotum (der betroffenen Arbeitnehmer)“, sagte Raquel Sánchez in einem am Dienstag vom privaten Fernsehsender Telecinco ausgestrahlten Interview.
Der Präsident des spanischen Taxiverbandes (ANTAXI), Julio Sanz, der die Interessen des Sektors im CNTC vertritt, sagte jedoch am Dienstag, dass die Fahrer:innen „ernsthafte Probleme haben werden zu überleben“, wenn die Energiepreise weiter ansteigen.
„Portugal und Frankreich haben bereits Maßnahmen ergriffen“, um die Auswirkungen der Energiepreise auf den Transportsektor zu verringern, erinnerte Sanz.
Inzwischen sind die spanischen Lkw-Fahrer:innen am Dienstag zum neunten Mal auf die Straße gegangen, um einen unbefristeten Streik fortzusetzen und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern, da die Dieselpreise aufgrund des russischen Einmarsches in der Ukraine stark gestiegen sind.
Die Organisatoren des Streiks, nämlich kleine, gewerkschaftlich organisierte Lkw-Besitzer, fordern niedrigere Steuern und eine Lockerung der Vorschriften, um die ihrer Meinung nach „katastrophale“ Situation für die Unternehmen zu verbessern.
Der Streik hat in Spanien zu Straßenblockaden geführt und die Lieferketten in allen Sektoren, vor allem in der Agrar- und Ernährungswirtschaft, unterbrochen.
Am Dienstag warnten Danone und Heineken vor Engpässen bei wichtigen Produkten. Danone leidet unter Engpässen bei Milch und Heineken bei Mineralwasser.
Beide Unternehmen in Spanien könnten gezwungen sein, die Produktion vorübergehend einzustellen, sollte sich die Situation verschlechtern, berichtete EURACTIVs Partner EFE Agro.