Österreich: Neue Strategie zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs
Die neue Kreislaufwirtschaftsstrategie der Regierung, die auf höhere Recyclingquoten bis 2030 abzielt, soll dazu beitragen, den Ressourcenverbrauch Österreichs bis 2050 deutlich zu senken.
Die neue Kreislaufwirtschaftsstrategie der Regierung, die auf höhere Recyclingquoten bis 2030 abzielt, soll dazu beitragen, den Ressourcenverbrauch Österreichs bis 2050 deutlich zu senken.
Österreich ist selbst im EU-Vergleich ein Vielverbraucher von Ressourcen. Im Jahr 2018 verbrauchten die Österreicherinnen und Österreicher 19 Tonnen Ressourcen pro Person und Jahr und lagen damit 36 Prozent über dem EU-Durchschnitt.
„Vier Ziele stehen im Mittelpunkt der Kreislaufwirtschaftsstrategie: Ressourcenschonung, Abfallvermeidung, Vermeidung von Umweltbelastungen und Reduktion von Treibhausgasemissionen“, erklärte Leonore Gewessler, Ministerin für Energie und Klimaschutz, am Mittwoch.
Nach einem breit angelegten Konsultationsprozess besteht die Strategie aus 600 Maßnahmen.
„Ein sorgsamer und effizienter Umgang mit unseren wertvollen Ressourcen ist notwendiger denn je“, fügte sie hinzu.
Die Strategie zielt darauf ab, bis 2030 die Ressourcenproduktivität, die aus dem nationale BIP und dem Ressourcenverbrauch errechnet wird, um 50 Prozent zu steigern, um eine höhere Wirtschaftsleistung zu erzielen und gleichzeitig den Ressourcenverbrauch niedrig zu halten. Außerdem will sie den Grad der Kreislaufwirtschaft auf 18 Prozent erhöhen und den Ressourcenverbrauch der Haushalte um 10 Prozent senken.
„Mit der Kreislaufwirtschaftsstrategie werden wir Österreich als führenden Industriestandort für hochwertige, ressourcenschonende und CO2-arme Produktion positionieren“, betonte sie.
Grüne NGOs freuten sich über das Circular Economy Forum Austria und sprachen von einem „Meilenstein“, der österreichische Umweltdachverband nannte es einen „zentralen Hebel zur Erreichung der Klimaziele und zur Transformation unseres Wirtschaftssystems.“
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig von der konservativen ÖVP sagte vor Journalist:innen, die Zeiten seien zwar herausfordernd, aber auch eine Chance – nämlich die, Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Dies entspreche dem Prinzip der ökosozialen Marktwirtschaft.