Österreich sichert sich Gasversorgung für den Winter

Die Gasspeicher Österreichs haben einen Füllstand von 90 Prozent erreicht. Damit ist der Jahresverbrauch des Landes gesichert, während sich die Regierung mit ihren Bemühungen um die Diversifizierung der Gaslieferanten und Beschaffung von zusätzlichem Gas brüstet.

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Am 27. Oktober erreichten die Gasspeicher eine Kapazität von 90 Prozent, was etwa 87 Terawattstunden (TWh) an Gas entspricht. Österreich verfügt über einige der größten Gasspeicher im Verhältnis zur Bevölkerungszahl. [[Shutterstock/Spitzi-Foto]]

Die Gasspeicher Österreichs haben einen Füllstand von 90 Prozent erreicht. Damit ist der Jahresverbrauch des Landes gesichert, während sich die Regierung mit ihren Bemühungen um die Diversifizierung der Gaslieferanten und Beschaffung von zusätzlichem Gas brüstet.

Am 27. Oktober erreichten die Gasspeicher einen Füllstand von 90 Prozent, was etwa 87 Terawattstunden (TWh) an Gas entspricht. Österreich verfügt über einige der größten Gasspeicher im Verhältnis zur Bevölkerungszahl. Im Jahr 2021 war es das Land, das am meisten auf russisches Gas angewiesen war.

„Die Bundesregierung hat ihre Hausaufgaben in Sachen Energieversorgung gemacht und nicht nur für die kommende Heizperiode vorgesorgt, sondern auch schon die ersten Vorbereitungen für das nächste Jahr getroffen“, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer am Sonntag (30. Oktober).

Wenige Tage zuvor hatte Nehammer bei einem Besuch in Abu Dhabi eine Terrawattstunde (TWh) verflüssigtes fossiles Gas erhalten. Die Regierung beansprucht 20 TWh als strategische Reserve. Die österreichischen Gasspeicher befinden sich größtenteils in der Nähe von Salzburg, nahe der deutschen Grenze.

„Vor allem bei den kurz- und mittelfristigen Maßnahmen – insbesondere bei der Speicherung und der Diversifizierung – haben wir unsere Versprechen nicht nur erfüllt, sondern teilweise sogar übertroffen“, fügte er hinzu.

Die österreichische Regierung stellte im März 2 Mrd. EUR zur Verringerung der Inflationsbelastung bereit. Außerdem legte sie ein 5,7 Mrd. EUR schweres Programm für die grüne Industrie vor, das 2023 in Kraft tritt, und versprach Unternehmen 100 Mio. EUR, um sie bei der Abkehr von russischem Gas zu unterstützen. Zudem beschloss die Regierung eine Strompreisobergrenze von vier Milliarden Euro.