Österreichs Bildungsminister soll angesichts des akuten Lehrermangels 'aufwachen'
Österreichs Bildungsministerin soll angesichts des akuten Lehrermangels 'aufwachen'. Die Debatte über den Lehrermangel wurde neu entfacht, als zwei Kleinschulen im Bundesland Vorarlberg aufgrund von Personalmangel nicht zum Schuljahresbeginn geöffnet werden konnten.
Die Debatte über den Lehrermangel wurde neu entfacht, als zwei Kleinschulen im Bundesland Vorarlberg aufgrund von Personalmangel nicht zum Schuljahresbeginn geöffnet werden konnten.
Insgesamt 27 Schüler:innen von zwei kleinen Grundschulen sind von den Schließungen betroffen. Die Kinder wurden in anderen Schulen aufgenommen; die Eltern waren bereits am Ende des letzten Schuljahres informiert worden.
Die liberalen Neos forderten unterdessen umfassende Reformen im Bildungswesen. Der konservative Bildungsminister Martin Polaschek müsse „jetzt endlich aufwachen“ und dem Lehrermangel entgegenwirken, sagten Neos-Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger und Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre auf einer Pressekonferenz am Dienstag.
Das Berufsbild müsse attraktiver werden, und mit einem Anreiz- und Aufstiegssystem sollte es Karrierechancen für engagierte Lehrer geben, so die Neos.
Landeshauptfrau Barbara Schöbi-Fink von der konservativen Partei hofft, dass die beiden Schulen in Vorarlberg in ein bis zwei Jahren wieder eröffnet werden können.
Schöbi-Fink erklärte am Dienstag auch, dass man in diesem Jahr mehr Lehrkräfte neu oder wieder eingestellt habe als im letzten Jahr. Dies sei ein Zeichen dafür, dass Maßnahmen wie eine speziell eingerichtete Rekrutierungsstelle oder ein erhöhter Mietzuschuss für Lehrkräfte, die aus anderen Bundesländern zuziehen, greifen.
Doch der Lehrermangel ist in der gesamten EU eine wachsende Herausforderung.
In Deutschland beispielsweise sind in diesem Schuljahr 30.000 bis 40.000 Stellen unbesetzt geblieben, und der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Hans-Peter Meidinger, sagte gegenüber ZDFheute, es sei „das schlimmste Schuljahr seit 50 Jahren.“