Polen öffnet Arbeitsmarkt für außereuropäische Absolventen [DE]

Um dem Mangel an Arbeitskräften in einer Reihe von Branchen entgegenzuwirken, benötigen hochqualifizierte Arbeitskräfte nicht länger eine Arbeitserlaubnis, um in Polen zu arbeiten. Dies gilt auch für Erntehelfer aus den östlichen Nachbarländern Polens.

Um dem Mangel an Arbeitskräften in einer Reihe von Branchen entgegenzuwirken, benötigen hochqualifizierte Arbeitskräfte nicht länger eine Arbeitserlaubnis, um in Polen zu arbeiten. Dies gilt auch für Erntehelfer aus den östlichen Nachbarländern Polens.

Der am 30. September 2006 vorgestellte Entwurf sieht vor, dass folgende Berufsgruppen in Zukunft keine Arbeitserlaubnis mehr brauchen werden:

  • ausländische Fremdsprachenlehrer
  • Journalisten
  • Mediziner von polnischen Hochschulen
  • Vorstandsmitglieder und Geschäftsleute die sich für eine begrenzte Zeit in Polen aufhalten
  • saisonale Erntehelfer aus der Ukraine, Russland und Weißrussland, die weniger als drei Monate arbeiten in einer Zeitspanne von sechs Monaten.

Obwohl die Arbeitslosenquote in Polen mit 16% zu den höchsten in Europa zählt fehlen in einigen Bereichen Arbeitskräfte. Hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte werden von westeuropäischen Unternehmen abgeworben. In Westeuropa liegen die Gehälter wesentlich höher als in Polen und zehntausende junge Arbeitnehmer haben Polen verlassen. 

Das polnische Arbeitsministerium betonte, dieser Schritt solle ebenfalls Arbeitnehmer aus den östlichen Nachbarstaaten anlocken und bisher schwarz arbeitende Arbeiter in ein legales Beschäftigungsverhältnis bringen. In einer Pressemitteilung gab der Minister bekannt, dass polnische Bauern über Knappheit an Arbeitskräften klagen würden vor allem bei der Saisonarbeit. Die Kosten für den Erwerb einer polnischen Arbeitserlaubnis liegen bei ungefähr 900 Zloty (227 Euro).