Portugal fordert "drastische Maßnahmen" von UN-Ozeankonferenz
Die UNO-Ozeankonferenz, die noch bis Freitag in Lissabon stattfindet, sollte "drastische Maßnahmen" zur Bewältigung des Meeresnotstands festlegen, twitterte Premierminister António Costa am Dienstag nach einem Treffen mit UNO-Generalsekretär in Lissabon.
Die UN-Ozeankonferenz, die noch bis Freitag in Lissabon stattfindet, sollte „drastische Maßnahmen“ zur Bewältigung des Meeresnotstands festlegen, twitterte Premierminister António Costa am Dienstag nach einem Treffen mit UNO-Generalsekretär in Lissabon.
Portugal und Kenia sind gemeinsam Gastgeber der zweiten UN-Ozeankonferenz.
„Bei dem Treffen mit dem UN-Generalsekretär habe ich Portugals Engagement für die UN und die Ozean-Agenda bekräftigt. Wir müssen auf die Herausforderung des Generalsekretärs reagieren. Es ist wichtig, dass von Lissabon aus drastische Maßnahmen zur Bewältigung des ozeanischen Notstands ergriffen werden“, schrieb Costa.
Auf der Eröffnungssitzung der Konferenz erklärte UNO-Generalsekretär António Guterres, dass „das Meer zu einem Modell für den Umgang mit globalen Problemen werden muss“, was „bedeutet, dass Verschmutzungen aller Art vermieden und reduziert werden müssen.“
Außerdem, so der UN-Generalsekretär, sei es notwendig, „die Menschen, deren Leben vom Meer abhängt, vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen“, indem in „neue, klimaresistente Küsteninfrastrukturen“ investiert werde.
Er fügte hinzu, dass sich der Seeverkehrssektor verpflichten müsse, die Kohlenstoffemissionen „bis 2050“ auf Null zu reduzieren.
Der UN-Chef sprach auch das Ziel an, bis 2030 80 Prozent des Meeresbodens zu kartieren. „Und ich ermutige den privaten Sektor, sich Allianzen anzuschließen, die eine nachhaltige Bewirtschaftung und Erforschung der Ozeane praktizieren“, sagte Guterres.
Premierminister António Costa verpflichtete sich seinerseits, bis 2030 30 Prozent der portugiesischen Meeresgebiete zu kartieren und alle portugiesischen Fischbestände im Rahmen nachhaltiger biologischer Grenzen zu halten.