Portugal setzt auf Offshore-Wind und Wasserstoff für Energieunabhängigkeit
Durch die Entwicklung von Offshore-Windenergie und Wasserstoffproduktion will Portugal sich im Energiebereich künftig stärker selbst versorgen können, wie der Umwelt- und Klimaminister des Landes, Duarte Cordeiro, am Mittwoch erklärte.
Durch die Entwicklung von Offshore-Windenergie und Wasserstoffproduktion will Portugal sich im Energiebereich künftig stärker selbst versorgen können, wie der Umwelt- und Klimaminister des Landes, Duarte Cordeiro, am Mittwoch erklärte.
Die Regierung werde auch das Genehmigungsverfahren für den Bau und die Renovierung von Solarzellen und Windrädern vereinfachen, so Cordeiro.
Bis 2026 will Portugal 80 Prozent seines jährlichen Stromverbrauchs mit erneuerbaren Energien decken.
Das Land könne sich bereits jetzt zu 70 Prozent selbst versorgen, „aber wir wissen, dass dies hauptsächlich im Herbst und Winter geschieht, wenn es Wind gibt und die Staudämme voll sind. Die Offshore-Windkraft kann die Produktion das ganze Jahr über garantieren“, erklärte Cordeiro.
Cordeiro sprach bei der Einweihung einer Photovoltaikanlage des Keramikunternehmens Revigrés, die nun etwa 20 Prozent der von dieser Industrie in ihrem Produktionsprozess verbrauchten Energie liefern wird. Es handelt sich um eine Investition von über 14 Millionen Euro, die durch die Aufbau- und Resilienzfazilität der EU unterstützt und zu 50 Prozent durch Eigenkapital finanziert wird, wie Paula Roque vom Verwaltungsrat des Unternehmens erklärte.
Cordeiro erinnerte während seines Besuchs auch daran, dass die Folgen des Krieges in der Ukraine im Anstieg der Energiepreise zu spüren seien, den die Regierung abzufedern versuche.
„Wir hatten eine Reihe von Maßnahmen, um die Preise zu senken, wie zum Beispiel die berühmte iberischen Gaspreisobergrenze, die Investition von 4,5 Milliarden Euro zur Senkung der Netzzugangstarife, die auf dem liberalisierten Markt die niedrigsten Preise der letzten neun Jahre ermöglicht haben und die auch dazu geführt haben, dass der Strompreis auf dem regulierten Markt im April um drei Prozent gesunken ist“, sagte er.
„Auch der Mechanismus, den wir für Unternehmen eingeführt haben, die mehr als 10.000 Kubikmeter Gas verbrauchen, hat es uns seit Anfang des Jahres ermöglicht, den Gaspreis um etwa 26 Prozent zu senken“, so Cordeiro.