Privatwirtschaft plant höhere Investitionen in Forschung und Innovation [DE]
Eine Studie zeigt, dass europäische Unternehmen in den nächsten drei Jahren eine jährliche Anhebung ihrer Forschungsinvestitionen um 5% planen.
Eine Studie zeigt, dass europäische Unternehmen in den nächsten drei Jahren eine jährliche Anhebung ihrer Forschungsinvestitionen um 5% planen.
Die Gemeinsame Forschungsstelle der Kommission hat eine Studie durchgeführt über die Investitionspläne der Privatwirtschaft im Bereich Forschung und Innovation und über die Motivation der Unternehmen in Forschung zu investieren. Die Studie, die am 23. August 2006 veröffentlich wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass die Unternehmen in den nächsten drei Jahren eine jährliche Anhebung ihres Forschungsbudgets um 5% planen. Dieses Ergebnis ist ein positives Signal für die europäische Forschungswelt, da der Anstieg im Jahre 2005 nur 0,7% betrug.
Nachfrage nach neuen Produkten und Dienstleistungen, technische Neuerungen und gesteigerter Umsatz und Profit sind die stärksten Argumente für private Unternehmen, mehr Geld für Forschung und Innovation auszugeben.
Ausschlaggebend dafür, wo Unternehmen ihre Forschungsinvestitionen tätigen, sind: Marktzugang, Verfügbarkeit von Wissenschaftlern, Vorhandensein von Fachwissen im Bereich Forschung und Innovation, makroökonomische und politische Stabilität und Möglichkeiten für eine Forschungskooperation.
Janez Poto?nik, Kommissar für Wissenschaft und Forschung, ist erfreut über die Ergebnisse der Studie. Er verspricht, dass die Kommission im Laufe des Herbstes 2006 neue Ideen präsentieren wird, um die Investitionen der Privatwirtschaft in Forschung und Innovation zu stärken. Die EU hat sich als Ziel gesetzt, die Forschungsausgaben bis 2010 auf drei Prozent des BIP zu erhöhen. Hiervon soll die Privatwirtschaft zwei Drittel aufbringen.