Regionaldirektor von Transparency International zur Korruptionsbekämpfung in Rumänien [DE]
In den EU-Institutionen ist man sich einig, dass die Korruptionsbekämpfung für das Kandidatenland Rumänien oberste Priorität haben sollte. Miklos Marschall, Geschäftsführer von Transparency International, ist der Meinung, dass es die rumänische Regierung mit ihren diesbezüglichen Maßnahmen ernst zu meinen scheint. Aber auch die EU müsse eine klarere Anti-Korruptionspolitik und eindeutigere Standards durchsetzen.
In den EU-Institutionen ist man sich einig, dass die Korruptionsbekämpfung für das Kandidatenland Rumänien oberste Priorität haben sollte. Miklos Marschall, Geschäftsführer von Transparency International, ist der Meinung, dass es die rumänische Regierung mit ihren diesbezüglichen Maßnahmen ernst zu meinen scheint. Aber auch die EU müsse eine klarere Anti-Korruptionspolitik und eindeutigere Standards durchsetzen.
Im Gespräch mit EURACTIV Rumänien weist Marschall darauf hin, dass die rumänische Regierung relativ wenige Zeit habe, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass sie es auch tatsächlich ernst mit ihren Maßnahmen meint. „Sie sollte beweisen, dass ein neues Zeitalter mit neuen Regeln angebrochen ist“, so Marschall.
Darüber hinaus empfiehlt er Bukarest, diesbezügliche Drohungen aus Straßburg und Brüssel sehr ernst zu nehmen, da „Augenwischerei“ seitens verschiedener „Anti-Korruptions-Kreuzritter“ lediglich die Glaubwürdigkeit der Korruptionsbekämpfung untergraben würde.
Marschall ist darüber hinaus der Meinung, dass Rumänien im Korruptionsindex von Transparency International schlechter als die neuen Mitgliedstaaten abschneide, weil innerhalb der politischen Eliten dieser Länder ein „stärkerer Konsens“ über die Notwendigkeit von Reformen herrsche.
Der Volltext des Interviews (auf Englisch) ist hier verfügbar.