Rohre für South Stream landen trotz Projekt-Stopp in Bulgarien

Ein Schiff unter der Flagge der Bahamas blieb bei dem Versuch, im bulgarischen Hafen Burgas in flachem Wasser zu manövrieren, stecken. Es hatte Rohre für den Bau der Erdgas-Pipeline South Stream geladen. Der bulgarische EURACTIV-Partner Dnevnik berichtet.

EURACTIV.com
Dieses Schiff blieb beladen mit Rohren für den Bau von South Stream im Hafen von Burgas stecken. Foto: [Dnevnik]
Dieses Schiff blieb beladen mit Rohren für den Bau von South Stream im Hafen von Burgas stecken. Foto: [Dnevnik]

Ein Schiff unter der Flagge der Bahamas blieb bei dem Versuch, im bulgarischen Hafen Burgas in flachem Wasser zu manövrieren, stecken. Es hatte Rohre für den Bau der Erdgas-Pipeline South Stream geladen. Der bulgarische EURACTIV-Partner Dnevnik berichtet.

Dem Direktor der Hafenverwaltung von Burgas zufolge wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Es habe auch keine Bedrohung der Sicherheit der Crew oder des Schiffs gegeben.

Dnevnik zufolge ist unklar, warum trotz des Baustopps der Pipeline South Stream noch immer Rohre in Bulgarien ankommen.  

Der russische Präsident Wladimir Putin gab bei einem Türkeibesuch am 1. Dezember das Ende des South Stream-Projekts bekannt. Insgesamt 63 Milliarden Kubikmeter Gas sollen pro Jahr in die Türkei anstatt nach Bulgarien geliefert werden. Dem russischen Präsidenten zufolge hat Bulgarien das Projekt blockiert.

Am 9. Dezember bestätigte der russische Gasriese Gazprom den Projektstopp.

Nach Angaben von Dnevnik traf dasselbe Schiff bereits zum dritten Mal mit Rohren für den Bau der South Stream-Pipeline in Bulgarien ein.

Der russischen Agentur TASS zufolge sind die Rohre für den Offshore- Abschnitt der zukünftigen Pipeline bestimmt und werden vorübergehend in Burgas und Varna gelagert.