Sarkozys UMP siegt bei Regionalwahlen in Frankreich

Die konservative Partei UMP des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy ist Prognosen zufolge als Siegerin der Departement-Wahlen in Frankreich hervorgegangen. Die rechtsextreme Front Nationale (FN) von Marine Le Pen baute ihre Position an der Basis des politischen Systems Frankreichs aus, konnte entgegen ersten Annahmen aber keines der Departements für sich gewinnen.

Euractiv.de
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second_round_of_2015_44751583.jpg [Foto: dpa]

Die konservative Partei UMP des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy ist Prognosen zufolge als Siegerin der Departement-Wahlen in Frankreich hervorgegangen. Die rechtsextreme Front Nationale (FN) von Marine Le Pen baute ihre Position an der Basis des politischen Systems Frankreichs aus, konnte entgegen ersten Annahmen aber keines der Departements für sich gewinnen.

Letzten Erhebungen zufolge haben die UMP und ihre Verbündeten mit 68 bis 69 mehr als zwei Drittel der 102 Departements gewonnen. Zuvor regierten sie 41. Klare Verlierer der Wahl vom Sonntag sind die regierenden Sozialisten von Präsident Francois Hollande.

Die Sozialisten dürften die Hälfte ihrer 61 Departements verloren haben. Der FN dürfte die Zahl der Ratssitze deutlich ausgebaut haben. 62 Kandidaten des FN wurden gewählt.

Bislang hielt die Partei lediglich einen Sitz. Aufgrund des komplizierten Wahlsystems in Frankreich dürfte es noch eine Weile dauern, bis ganz klar ist, wie viele Departements jede Partei gewonnen hat.

Sarkozy sagte, das französische Volk habe sich mit der Wahl gegen die Politik von Hollande und dessen Regierung ausgesprochen. „Jetzt ist die Zeit für Veränderung gekommen.“

Le Pen feierte das Wahlergebnis „als Fundament für die großen Siege von morgen“. Ministerpräsident Manuel Valls bezeichnete das starke Abschneiden der Rechtsextremen als Herausforderung für alle Demokraten.

Es sei ein Zeichen für eine tiefgreifende Umwälzung der politischen Landschaft Frankreichs. „Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen“, forderte Valls.

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