"Serbien liegt uns am Herzen", erklärt EU-Botschafter
"Europa liegt uns am Herzen, Serbien und seine Bürger liegen uns am Herzen, und gemeinsam sind wir besser", lautet der Slogan einer Kampagne, die von der EU-Delegation in Serbien gestartet wurde.
„Europa liegt uns am Herzen, Serbien und seine Bürger liegen uns am Herzen, und gemeinsam sind wir stärker“, lautet der Slogan einer Kampagne, die von der EU-Delegation in Serbien gestartet wurde.
An einer Auftaktveranstaltung nahm auch die serbische Ministerin für europäische Integration, Tanja Miščević, teil.
Der Botschafter der EU in Serbien, Emanuele Giaufret, erklärte, was das Land tun muss, um sich der EU anzunähern.
„Wir haben schon oft über die geopolitische Lage, die großen Reformen und den Dialog zwischen Belgrad und Priština gesprochen, aber selten darüber, warum wir so viel in Serbien, seine Landwirtschaft, seine Bildung und so weiter investieren“, sagte er.
„Wir wollen erklären, dass uns Serbien und seine Bürger am Herzen liegen, deshalb sind wir hier. Wir wollen helfen, unterstützen und eine bessere Situation für das serbische Volk schaffen“, so Giaufret weiter.
„Im Moment läuft alles auf die Umsetzung der alten und neuen Abkommen hinaus. Der serbische Gemeindeverband ist ein wichtiges Thema, das wir angehen müssen, und wir müssen so schnell wie möglich mit der Umsetzung beginnen. Natürlich muss alles im Rahmen der Kompromissbereitschaft beider Seiten geschehen“, fügte er hinzu.
EU-Staaten entscheiden über Weiterführung der Verhandlungen
Das Engagement Serbiens für die Normalisierung der Beziehungen zu Priština bezeichnete Giaufret als eine Chance im Dialog mit der EU.
„Es gibt ein Kapitel 35, das sich mit dieser Frage befasst, und es muss jetzt aktualisiert werden. Neue Verpflichtungen, die die Parteien in Ohrid und Brüssel akzeptiert haben, müssen aufgenommen werden. Ich bin sicher, dass dies eine Chance für Serbien ist, denn sobald diese Verpflichtungen umgesetzt sind, wird Serbien einen Schritt näher an die EU heranrücken“, sagte Giaufret gegenüber dem Fernsehsender RTS.
Der letzte von Serbien eröffnete Verhandlungsrunde hatte im Dezember 2021 stattgefunden, und Giaufret betonte, dass die Eröffnung einer neuen Verhandlungsrunde nun in den Händen der EU-Staaten liegt.
„Die Kommission hat darauf hingewiesen, dass Serbien technisch für die Eröffnung von Cluster 3 bereit ist, und die Mitgliedsländer müssen eine Entscheidung treffen. Ich denke, es ist klar, was geschehen muss, um dies zu erreichen. In erster Linie geht es um Rechtsstaatlichkeit, Medien, Korruptionsbekämpfung und zweitens um die Normalisierung der Beziehungen zwischen Belgrad und Priština. Auch die Außenpolitik ist ein wichtiges Thema geworden“, so Giaufret.