Serbische Opposition will gemeinsam bei Wahlen antreten
Um der Partei des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić bei den anstehenden Kommunalwahlen die Stirn bieten zu können, wollen sich mehrere Oppositionsparteien zusammenschließen.
Um der Partei des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić bei den anstehenden Kommunalwahlen die Stirn bieten zu können, wollen sich mehrere Oppositionsparteien zusammenschließen.
Insgesamt acht Oppositionsparteien wollen bei den Kommunalwahlen am 17. Dezember zusammen antreten. Darunter befinden sich vor allem Mitte-links und Grüne Parteien, wie die Parteien Zajedno oder die Stranka slobode i pravde.
Bei den Wahlen werden Miroslav Aleksić und Marinika Tepić die Liste anführen, während Radomir Lazović den ersten Platz auf der Liste einnehmen wird. Bei den Wahlen in Belgrad werden Dobrica Veselinović und Vladimir Obradović kandidieren, und Mila Popović wird die erste auf der Liste sein.
Obradović wird der erste Kandidat der pro-europäischen Opposition für das Amt des Bürgermeisters von Belgrad sein. Die Listeninhaber für die Provinzwahlen werden später in Novi Sad bekannt gegeben.
Wie sie auf der Pressekonferenz erklärten, wurde das gemeinsame Abschneiden bei den Wahlen auf der Grundlage der guten Zusammenarbeit im Parlament, der gemeinsamen Protestorganisation „Serbien gegen Gewalt“ und zahlreicher anderer Aktionen erreicht.
Diese Parteien hatten zuvor das „Abkommen für den Sieg“ unterzeichnet. Dabei handelt es sich um eine Vereinbarung, bei den Wahlen geschlossen anzutreten, falls Untersuchungen dies als die beste Option erscheinen lassen.
Angaben der Opposition zufolge deuten alle Untersuchungen darauf hin, dass es hervorragende Synergieeffekte bei gemeinsamen Aktionen gibt. Daher wurde beschlossen, gemeinsam zu den Wahlen zu gehen.
Der Ankündigung zufolge wurden diese Wahlen gefordert und erkämpft, um die Forderungen des Protests „Serbien gegen Gewalt“ zu erfüllen.
„Wir wollen Serbien so organisieren, dass es nicht von Leuten regiert wird, die mit dem organisierten Verbrechen verbunden sind, und dass wir nicht durch die Luft, die wir atmen, oder die Lebensmittel, die wir essen, vergiftet werden. Wir wollen in die Bildung investieren, um Chancen für junge Menschen zu schaffen und nicht, dass sie uns auf der Suche nach einem besseren Leben verlassen“, erklärten die pro-europäischen Oppositionsparteien.
(Bearbeitet von Oliver Noyan)