Slowakische Hochschulen verstärken Zusammenarbeit mit China
Etwa 28 slowakische akademische Einrichtungen, darunter öffentliche Universitäten, die Slowakische Akademie der Wissenschaften und ihre verschiedenen Forschungsinstitute, pflegen mindestens 136 Partnerschaften mit China.
Etwa 28 slowakische akademische Einrichtungen, darunter öffentliche Universitäten, die Slowakische Akademie der Wissenschaften und ihre verschiedenen Forschungsinstitute, pflegen mindestens 136 Partnerschaften mit China.
Die Beziehungen der Slowakei zu China sind ein relativ junges Phänomen, das nach dem Beitritt des Landes zur China-CEEC-Kooperationsplattform (16+1) im Jahr 2012 begann.
Seitdem haben sich in zahlreichen Bereichen, auch im akademischen Bereich, neue Interaktionen mit China entwickelt, wie eine Studie des in Bratislava ansässigen Central European Institute of Asian Studies (CEIAS) ergab.
Die Beziehungen der Slowakei zu China sind ein relativ junges Phänomen, das nach dem Beitritt des Landes zur China-CEEC-Kooperationsplattform (16+1) im Jahr 2012 begann. Seitdem haben sich in zahlreichen Bereichen, auch im akademischen Bereich, neue Interaktionen mit China entwickelt.
Diese Entwicklungen sind bis vor kurzem weitgehend unbemerkt geblieben, so die Studie.
„Die meisten dieser akademischen Einrichtungen gaben an, dass keine Risikobewertung durchgeführt wird. Bestenfalls ist die Risikobewertung ein Ad-hoc-Ereignis ohne vorher festgelegte Kriterien“, erklärt Matej Šimalčík, Exekutivdirektor des CEIAS.
Seiner Meinung nach zeigt dies die geringe Sensibilität der slowakischen akademischen Einrichtungen für Risiken in Bezug auf chinesische Aktivitäten. Das sei „ein Merkmal, das in der slowakischen Öffentlichkeit nicht so ungewöhnlich ist“, fügt er hinzu.
Etwa 58 Prozent der 136 Verbindungen entfallen auf Universitäten, die vom ASPI Defense University Tracker als „hohes Risiko“ oder „sehr hohes Risiko“ eingestuft werden.
Die Autor:innen der Studie betonen, dass nicht nur die Vertretungen chinesischer Universitäten, sondern auch ihre slowakischen Partner berücksichtigt werden müssen, die oft die Zusammenarbeit vorantreiben, indem sie die Projekte aus inländischen Quellen finanzieren.
Der vom CEIAS entwickelte Chinese-Europe Academic Engagement Tracker erfasst über 2.300 Verbindungen zwischen akademischen Einrichtungen aus 11 europäischen Ländern (Österreich, Bulgarien, Tschechische Republik, Georgien, Deutschland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und Slowakei) mit China.
Den Ergebnissen zufolge waren deutsche und polnische Universitäten und Forschungsinstitute am aktivsten bei der Pflege von Beziehungen zu chinesischen Partnern.
„Derzeit gibt es in Europa nur begrenzte Richtlinien, die es Forscher:innen ermöglichen würden, auf sichere Weise mit chinesischen Kolleg:innen zusammenzuarbeiten, ohne Gefahr zu laufen, dass die Verbindungen für politische Ziele oder erzwungene Technologietransfers missbraucht werden“, so Šimalčík weiter.