Sloweniens Präsident fordert schnellere Beitrittsprozesse für den Westbalkan

Sloweniens Präsident Borut Pahor hat betont, die EU sei ohne eine Erweiterung auf dem gesamten Westbalkan "nicht komplett". Man solle die Beitrittsprozesse nun beschleunigen.

EURACTIV.cz
President of Slovenia meets with the  European Parliament President
Sloweniens Präsident Borut Pahor. [EPA-EFE/OLIVIER HOSLET]

Sloweniens Präsident Borut Pahor hat am Dienstag (13. Juli) bei einem Gipfeltreffen in Prag betont, die EU sei ohne eine Erweiterung auf dem gesamten Westbalkan „nicht komplett“.

Man solle die Beitrittsprozesse nun beschleunigen; die EU müsse eine möglichst starke Gemeinschaft sein, so Pahor weiter.

Bereits am 9. Juli hatten sich die tschechischen, ungarischen, polnischen und slowakischen Ministerpräsident mit dem slowenischen Premier Janez Janša in Ljubljana darauf verständigt, dass die EU die Länder des Westbalkans stärker einbeziehen und an sich binden müsse.

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš erklärte dabei, er könne auch nicht verstehen, warum Länder wie Bulgarien, Kroatien und Rumänien immer noch nicht Teil des Schengenraums geworden sind.

Der tschechische Außenminister Jakub Kulhánek sagte derweil kürzlich gegenüber dem Sender CTK, dass Fortschritte bei den Beitrittsverhandlungen eine der Hauptprioritäten der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 sein werden.

Er würde es als Erfolg betrachten, wenn dann ein vorläufiges Datum für den tatsächlichen EU-Beitritt von Serbien sowie Montenegro bekannt gegeben werden könnte.