Spanische Polizei und Europol lösen drittgrößtes Drogenkartell in Europa auf
Ein gewaltiges Drogenkartell, das Berichten zufolge ein Drittel des europäischen Kokainhandels kontrollierte, wurde von der spanischen Guardia Civil in Zusammenarbeit mit Europol aufgelöst, was zu 49 Verhaftungen in verschiedenen europäischen Ländern führte, berichteten die spanischen Behörden am Montag (28. November).
Ein gewaltiges Drogenkartell, das Berichten zufolge ein Drittel des europäischen Kokainhandels kontrollierte, wurde von der spanischen Guardia Civil in Zusammenarbeit mit Europol aufgelöst, was zu 49 Verhaftungen in verschiedenen europäischen Ländern führte, berichteten die spanischen Behörden am Montag (28. November).
Unter den Verhafteten, von denen 13 in Spanien festgenommen wurden, befänden sich ebenfalls die mutmaßlichen Drogenbosse, die den gigantischen Drogenhandel von Dubai aus gesteuert hätten, berichtete EURACTIVs Partner EFE.
Das spanische Innenministerium berichtete, dass auch sechs Personen festgenommen wurden, bei denen es sich um die Anführer handeln soll, die sich vor Jahren in Dubai niedergelassen hatten.
„Vom Stadt-Emirat Dubai aus kontrollierten und leiteten die Anführer dieses Mega-Kartells, die von den Beteiligten dieser Operation als ‚Drug Lords‘ bezeichnet wurden, die kriminellen Aktivitäten der verschiedenen Zellen in der Überzeugung, dass sie sich in einem ‚Heiligtum‘ befanden, in dem sie sich unantastbar fühlten und das ihnen einen hohen Lebensstandard ermöglichte“, hieß es in der Erklärung des Innenministeriums.
Während der Operation beschlagnahmten die Agenten über 30 Tonnen Kokain in verschiedenen europäischen Häfen.
Insgesamt wurden 49 Personen in Spanien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Dubai verhaftetm wie Europol-Quellen berichteten.
Die Organisation hatte in allen genannten Ländern Stützpunkte eingerichtet, um einige der wichtigsten europäischen Häfen zu nutzen, die als Haupteinfallstor für Drogen auf den Kontinent gelten.
Das kriminelle Netzwerk verfügte über zwei operative Zweigstellen in Spanien, von denen eine für den Transport der Drogen von den kommerziellen Seehäfen aus zuständig war und die andere den Geldwaschvorgang der Gewinne betrieb.
Die Ermittlungen der Guardia Civil begannen im März 2020 im ostspanischen Hafen von Valencia, als die Beamten eine Ladung von 698 Kilo Kokain abfingen. Damals wurden keine Verhaftungen vorgenommen.
Die Ermittler fanden bald heraus, dass das Kartell ein komplexes Unternehmensnetzwerk von Immobilieninvestitionen in der Region Costa del Sol in Südspanien nutzte, um angeblich die Gewinne aus dem Drogenhandel zu waschen.