Studie fordert stärkere Kohärenz zwischen Handels- und Sozialpolitik [DE]

Eine gemeinsam von der Internationalen Arbeitsorganisation und der Welthandelsorganisation verfasste Studie zum Thema Handel und Beschäftigung kommt zu dem Schluss, dass die Globalisierung unter der Voraussetzung angemessener Wirtschaftspolitiken für die meisten Arbeitnehmer Vorteile bringen kann.

Eine gemeinsam von der Internationalen Arbeitsorganisation und der Welthandelsorganisation verfasste Studie zum Thema Handel und Beschäftigung kommt zu dem Schluss, dass die Globalisierung unter der Voraussetzung angemessener Wirtschaftspolitiken für die meisten Arbeitnehmer Vorteile bringen kann.

Ziel der am 19. Februar 2007 veröffentlichten Studie ‚Trade and employment: challenges for policy research‘  ist es, eine objektive Sicht auf die Beziehung zwischen Handel, Beschäftigung und Sozialpolitiken zu liefern.  

Der gemeinsam von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Welthandelsorganisation (WTO) verfasste Report kommt zu dem Schluss, dass sich Handel und Arbeitsmarkt- und Sozialpolitiken gegenseitig beeinflussen und eine stärkere Kohärenz der Politiken in diesen Bereichen dazu beitragen könnte, dass Handelsreformen spürbare positive Effekte sowohl auf das Wachstum als auch auf die Beschäftigung haben. Die Studie fordert daher verstärkte Forschung, um die Formulierung effektiverer und kohärenterer Politiken zu unterstützen und die Vorteile des globalen Handels für alle zu maximieren. 

Laut Studie könnte die Globalisierung für die meisten Arbeitnehmer sowohl in den Industriestaaten als auch in den Entwicklungsländern Vorteile mit sich bringen, vorausgesetzt, dass angemessene Wirtschaftspolitiken existierten. Dennoch profitierten nicht alle Arbeitnehmer von der Globalisierung und die Auswirkungen auf die Verteilung sollten nicht ignoriert werden, so die Studie. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass keine Einigkeit darüber bestehe, wie angemessene Umverteilungspolitiken in der globalen Wirtschaft gestaltet werden sollten. 

Die Studie wurde auch von zwei EU-Kommissaren positiv aufgenommen. Ein besseres Verständnis der Beziehung zwischen Handel und Beschäftigung sei Voraussetzung für effektive Maßnahmen gegen Ungleichheiten, für die Förderung der menschenwürdigen Arbeit für alle und die Stärkung der sozialen Dimension der Globalisierung, sagte der Kommissar für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, Vladimir Špidla.

Handelskommissar Peter Mandelson fügte hinzu, dass die Studie auch die neuen Initiativen der EU zur Stärkung der Handels- und Beschäftigungspolitiken, die darauf abzielten, die sozialen Vorteile zu maximieren, die der Handel biete, untermauere.