Ukrainische Flüchtlingswelle erreicht Rumänien und Moldawien

Mehr als 56.000 ukrainische Staatsbürger sind am Sonntag bis 16 Uhr nach Rumänien eingereist, 70.000 nach Moldawien. Laut dem rumänischen Innenminister Lucian Bode hat die Hälfte der nach Rumänien eingereisten Flüchtlinge das Land bereits wieder verlassen.

EURACTIV.ro
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Rumänien schickt humanitäre Hilfe und Militärgüter in die Ukraine. [EPA-EFE/ARKADY BUDNITSKY]

Mehr als 56.000 ukrainische Staatsbürger sind am Sonntag bis 16 Uhr nach Rumänien eingereist, 70.000 nach Moldawien.

Laut dem rumänischen Innenminister Lucian Bode hat die Hälfte der nach Rumänien eingereisten Flüchtlinge das Land bereits wieder verlassen. Von den rund 28.000 ukrainischen Staatsbürgern in Rumänien haben 318 einen Asylantrag gestellt und wurden in die von den Behörden vorbereiteten Zentren gebracht.

Rumänien und die Ukraine haben eine 650 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit sechs Grenzübergängen.

Viele NGOs, Privatpersonen und Unternehmen organisieren den Transport und die Unterbringung von Flüchtlingen und spenden Lebensmittel und andere lebenswichtige Güter.

Rumänien schickt außerdem humanitäre Hilfe und Militärgüter in die Ukraine. Das Land hat auch angeboten, verwundete Soldaten aus der Ukraine zu behandeln, und die 11 Militärkrankenhäuser des Landes sind bereit, medizinische Versorgung für die im Ukraine-Konflikt verwundeten Soldaten zu leisten.

Rumänien schickt Treibstoff, Medikamente, Lebensmittel und Wasser, aber auch Munition sowie 2.000 Helme und 2.000 kugelsichere Westen in die Ukraine, heißt es in einer Regierungserklärung.

Die Regierung aktualisierte auch die Asylvorschriften und verabschiedete mehrere andere Gesetze zur humanitären Hilfe und Unterstützung von Flüchtlingen angesichts der Entwicklungen in der Ukraine.

„Rumänien schließt sich seinen Partnern an und unterstützt die neuen Sanktionen, um unsere gemeinsame Antwort auf Russlands Invasion in der Ukraine noch zu verstärken“, twitterte Iohannis am Sonntag.

Moldawiens Präsidentin Maia Sandu hat die EU um zusätzliche Hilfe gebeten, da bis zum frühen Sonntag mehr als 70.000 ukrainische Bürger in das Land eingereist sind.

Die Anfrage wurde während eines Gesprächs zwischen Sandu und Olivér Várhelyi, dem EU-Kommissar für Nachbarschaft und Erweiterung, gestellt.