Technologieorganisationen stellen Forschungsförderung der EU in Frage [DE]

Europäische Forschungs- und Technologieorganisationen (RTO) fordern die Kommission auf, sicherzustellen, dass öffentliche Gelder, die in die EU-Forschung investiert werden, so verteilt werden, und dass geistiges Eigentum auf eine Weise verwaltet würde, dass alle wichtigen Akteure, darunter RTO, KMU und Universitäten, an der Forschung teilnehmen könnten.

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Europäische Forschungs- und Technologieorganisationen (RTO) fordern die Kommission auf, sicherzustellen, dass öffentliche Gelder, die in die EU-Forschung investiert werden, so verteilt werden, und dass geistiges Eigentum auf eine Weise verwaltet würde, dass alle wichtigen Akteure, darunter RTO, KMU und Universitäten, an der Forschung teilnehmen könnten.

Die Forschung und Entwicklung habe ihren Preis und der müsse gezahlt werden, so die Geschäftsleitung von EARTO in einer Erklärung. Sie drängt die Kommission, die Obergrenze von 20% für die Rückerstattung der indirekten Kosten zu überdenken. Diese Obergrenze wurde für gemeinsame Technologieinitiativen (JTI) – EU-weite Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor im Bereich der Forschung – festgelegt. 

Forschungs- und Technologieorganisationen (RTO), Universitäten, KMU und andere würden sich nicht mehr an gemeinsamen Technologieinitiativen beteiligen, wenn die Arbeitsbedingungen, unter denen diese durchgeführt werden müssten, unrealistisch seien, warnte die Geschäftsleitung und fügte hinzu, sie seien nicht willens zu arbeiten, wenn bereits vorher feststehe, dass man Verluste machen werde. Die Erklärung betont, dass RTO indirekte Kosten wie strukturelle und administrative Kosten zu tragen hätten, die sich auf 100% der direkten Projektkosten oder darüber hinaus beliefen. Die indirekten Kosten der KMU und Universitäten überschritten ebenfalls in den meisten Fällen die Grenze von 20%, wird argumentiert.

Die Organisation äußert außerdem Bedenken die schlecht durchdachte Politik bezüglich der geistigen Eigentumsrechte betreffend, beispielsweise mit Blick auf die Initiative für Innovative Arzneimittel (IMI). Eine Beteiligung an dieser hätten viele RTO, Universitäten und KMU bereits im Sommer abgelehnt, geht aus der Erklärung hervor.

Die Organisation hält das Vorgehen in Bezug auf das geistige Eigentum im Rahmen der IMI für etwas unausgewogen mit Blick auf die wirtschaftlichen Interessen, erklärte EARTO-Generalsekretär Christopher Hull. Er merkte an, eine Gruppe von Mitgliedstaaten habe aus den gleichen Gründen eine Überarbeitung des Programms gefordert.

Diese „unrealistische” Finanzierung und der Umgang mit den Rechten bezüglich des geistigen Eigentums halte angeblich die besten Forscher von einer Teilnahme an den FuE-Programmen im Rahmen gemeinsamer Technologieinitiativen ab und stelle ein Hindernis für die Umsetzung des Europäischen Forschungsraums und die Lissabon-Ziele da, die beide das „konstruktive Engagement“ aller wichtigen Beteiligten erfordere, warnt EARTO.