Treffen zwischen Bush und Putin - Demokratie steht auf der Tagesordnung

Der erhobene Zeigefinger von Bush bezüglich der Pressefreiheit und Rechtstaatlichkeit in Russland wird das Treffen mit Präsident Putin prägen.

Der erhobene Zeigefinger von Bush bezüglich der Pressefreiheit
und Rechtstaatlichkeit in Russland wird das Treffen
mit Präsident Putin prägen.

Präsident Bush trifft sich am 24. Februar in der slowakischen
Hauptstadt Bratislava zum zwölften Mal mit Russlands Präsident
Putin. Das Treffen wird voraussichtlich weniger versöhnlich sein,
als seine Treffen der vergangenen Tage mit NATO- und EU-Chefs in
Brüssel. 

Putin hat recht gereizt auf die jüngsten kritischen Bemerkungen
Bushs über die weniger idealen demokratischen Verhältnisse in
Russland reagiert. Er sagte, dass Demokratie „an die Realitäten des
Lebens in Russland, an unsere Traditionen und unsere Geschichte
angepasst werden“ müssten. 

In einem Interview in Le Monde hat der ehemalige
tschechische Präsident Havel vor Naivität und einer
Beschwichtigungspolitik gegenüber Russland gewarnt. Russland werde
immer eine „andere Welt“ bleiben.

Die Tagesordnung des Treffens wird auch von der Besorgnis
Russlands über die Annäherung zwischen der NATO und der EU und der
Ukraine sowie dem Missfallen der USA an Russlands Verbindungen zu
Iran und Syrien geprägt werden.