Trichet: Eurozone muss wettbewerbsfähiger werden [DE]

Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank, hat betont, die Eurozone müsse wettbewerbsfähiger werden. Außerdem erinnerte er die Mitgliedstaaten an ihre Verpflichtung,  ihren Teil zur Stabilität des Euro beizutragen.

Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank, hat betont, die Eurozone müsse wettbewerbsfähiger werden. Außerdem erinnerte er die Mitgliedstaaten an ihre Verpflichtung,  ihren Teil zur Stabilität des Euro beizutragen.

Auf einer Konferenz zum Euro in Frankfurt bemühte sich Trichet, Spekulationen, wonach die Stabilität der Eurozone gefährdet sei, zu entkräften. Die Konferenz war bereits seit langer Zeit geplant und fiel nur zufällig mit dem EU-Gipfel zusammen. 

Die Spekulationen sind hauptsächlich auf das schlechte wirtschaftliche Abschneiden einiger Länder zurückzuführen. Während einige Länder versucht haben, Deutschland die Schuld für die gegenwärtige Krise in der Eurozone in die Schuhe zu schieben, fand Trichet warme Worte für Deutschland: „Die Fähigkeit der deutschen Wirtschaft, schnell mit dem Durchschnitt der Eurozone aufzuholen, was die preisliche Wettbewerbsfähigkeit angeht, […] ist sehr beeindruckend“.

Gleichzeitig wies der Zentralbankpräsident die Auffassung, die von einigen hochrangigen deutschen Beamten vertreten worden war, zurück, der Euro sei an der wirtschaftlichen Flaute in Deutschland Schuld. Außerdem lehnte er die Forderung nach einer Zinssenkung ab.