Tschechien: NATO muss Ukraine-Beitritt unterstützen
Die NATO sollte aus Sicht des tschechischen Außenministers Jan Lipavský Wege finden, um den Beitritt der Ukraine zum Verteidigungsbündnis zu beschleunigen.
Die NATO sollte aus Sicht des tschechischen Außenministers Jan Lipavský Wege finden, um den Beitritt der Ukraine zum Verteidigungsbündnis zu beschleunigen.
„Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Gipfeltreffen in Vilnius habe ich den Wunsch geäußert, dass die ukrainische Führung an diesem Gipfeltreffen teilnimmt und dass Präsident Selenskij dort das Wort ergreift“, sagte Lipavský am Montag in Brüssel nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.
„Gleichzeitig sollte die NATO Formate der Zusammenarbeit finden, die sowohl den Beitritt der Ukraine zur NATO und den Übergang unterstützen als auch zur Sicherheit in Europa beitragen“, fügte er hinzu.
Lipavský teilte Stoltenberg auch mit, dass Prag im nächsten Jahr ein informelles Treffen der NATO-Außenminister ausrichten möchte. In diesem Jahr findet das Treffen in Oslo, Norwegen, statt.
Lipavský sprach auch über die Lage in Taiwan und erklärte, dass chinesische Beamte „die Dinge beim Namen nennen“, wenn sie von einer „militärischen Eskalation gegenüber Taiwan“ sprechen.
Die Tschechische Republik ist bekannt für ihre guten Beziehungen zu Taiwan, welches von China als eine seiner Provinzen betrachtet wird. In diesen Tagen besucht der Präsident der tschechischen Abgeordnetenkammer Taiwan zusammen mit einer großen Delegation von Politikern, Offizieren und Vertretern tschechischer Unternehmen.
„Was auch immer im Indopazifik geschieht, wird direkte Auswirkungen auf die Sicherheit Europas haben“, betonte Lipavský. Er fügte hinzu, dass die USA in dieser Region stark engagiert seien und einen Teil ihrer Streitkräfte aus Europa abziehen und dorthin verlegen könnten.
„Die USA engagieren sich dort , das könnte bedeuten, dass sie Synergien mit Europa brauchen oder dass sie einige militärische Ressourcen aus Europa abziehen“, sagte Lipavský weiter.