Tschechien will bald Tests der EU-Impfzertifikate starten
Die "technische Prüfung" der digitalen Impfzertifikate sollen in zwei Wochen beginnen. Tschechien würde damit zur ersten Gruppe von EU-Ländern gehören, in denen die Zertifikate im Mai getestet werden.
Nach Angaben des tschechischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens soll die „technische Prüfung“ der digitalen Impfzertifikate der EU in zwei Wochen beginnen. Tschechien würde damit zur ersten Gruppe von EU-Ländern gehören, in denen die Zertifikate im Mai getestet werden.
EU-Justizkommissar Didier Reynders bestätigte derweil, dass die Zertifikate den Bürgerinnen und Bürgern der Union bis Ende Juni zur Verfügung stehen sollen. „Wir beginnen eine Diskussion mit den Gesetzgebern [im EU-Parlament], um bis Anfang Juni eine Einigung zu erzielen. Zu diesem Zeitpunkt sollten wir dann bereits auch die entsprechenden technischen Lösungen startklar haben,“ sagte Reynders im Interview mit dem tschechischen Fernsehen.
Das Europäische Parlament hatte am vergangenen Donnerstag seine Verhandlungsposition zum Vorschlag für die sogenannten digitalen grünen Zertifikate verabschiedet.
Entsprechende Nachweise sollen an Personen vergeben werden, die entweder vollständig geimpft sind, sich von COVID-19 erholt haben oder einen negativen Test vorweisen können. Das EU-Parlament fordert vor allem, dass die Mitgliedsstaaten für „universelle, zugängliche, zeitnah bereitgestellte und kostenlose Testmöglichkeiten“ sorgen müssen.
Allerdings scheint die tschechische Position im Widerspruch zu der des EU-Parlaments zu stehen: Laut Dokumenten, die von der Tageszeitung Hospodářské noviny eingesehen wurden, will die tschechische Regierung ihren Bürgerinnen und Bürgern weder kostenlose Tests noch kostenlose COVID-Zertifikate zur Verfügung stellen.
Das Gesundheitsministerium hatte zuvor bereits bestätigt, dass die Krankenkassen aktuell nicht für Tests zahlen, die aus Reisegründen durchgeführt werden.