Tschechische Minister bedauern Abberufung ukrainischer Botschafter
Mehrere tschechische Minister:innen zeigten sich traurig über die Entscheidung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vom Samstag, seinen Botschafter in Tschechien, Jewhen Perebyinis, abzuberufen.
Mehrere tschechische Minister:innen zeigten sich traurig über die Entscheidung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vom Samstag, seinen Botschafter in Tschechien, Jewhen Perebyinis, abzuberufen.
Selesnkyj rief am Samstag auch seine Botschafter in Ungarn, Norwegen, Indien und Deutschland zurück. Der ehemalige Botschafter in Deutschland, Andriy Melnik, hatte zuvor mit seiner Verteidigung eines Nazi-Kollaborateurs aus dem 20. Jahrhundert für Aufsehen gesorgt.
Zu Selenskyjs Entscheidung sagte Perebyinis, er habe sein Mandat überzogen, als er fünfeinhalb Jahre lang Botschafter in Tschechien war.
„Ich bin jetzt seit fünfeinhalb Jahren hier. Normalerweise dauert eine Mission vier Jahre. Das ist der einzige Grund. Ich kehre in die Ukraine zurück“, wird er von der tschechischen Tageszeitung Deník N zitiert.
Die Entscheidung, Perebyinis abzuberufen, wurde auch von Ministern der tschechischen Regierung bedauert, während Premierminister Petr Fiala und Außenminister Jan Lipavský dem Botschafter zu seiner Arbeit gratulierten.
„Ich bin traurig, dass Jewhen Perebyinis Tschechien als Botschafter verlässt. Ich bin sicher, dass er anderswo in der Welt genauso gute Arbeit leisten wird, aber er ist Teil unseres Lebens geworden und ich werde ihn vermissen“, twitterte die tschechische Verteidigungsministerin Jana Černochová.
„Botschafter rotieren regelmäßig, in diesem Fall denke ich, dass er noch einige Zeit bleiben könnte, um seinem Land einen guten Dienst zu erweisen. Sein Engagement war bewundernswert, er hat das meiste für die Beziehungen in der modernen Geschichte getan“, fügte Arbeits- und Sozialminister Marian Jurečka hinzu.
Selenskyj bezeichnete die Abberufungen als Routineverfahren.
„Heute habe ich Dekrete über die Abberufung einiger Botschafter der Ukraine unterzeichnet. Dieses Thema der Rotation ist ein normaler Teil der diplomatischen Praxis“, sagte er in einer Videobotschaft. Das ukrainische Außenministerium bereite derzeit Kandidat:innen für die vakanten Posten vor.