Tschechische Präsidentschaftskandidaten auf proeuropäischen Kurs

Die Kandidat:innen, die ihr Interesse an einer Kandidatur für das Präsidentenamt bekundet haben, sind sich einig, dass Tschechien Mitglied der EU und der NATO bleiben und die Beziehungen zu den USA vertiefen sollte, wie eine Umfrage der Tschechischen Presseagentur ergab.

EURACTIV.cz
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In Tschechien hat das Rennen um die Nachfolge des derzeitigen Präsidenten Miloš Zeman mit den für Januar angesetzten Wahlen begonnen. [Shutterstock/Alexandros Michailidis]

Alle der bislang bekannten Kandidat:innen für die Präsidentschaftswahlen in Tschechien setzen sich laut einer Umfrage der tschechischen Presseagentur für den Verbleib des Landes in der EU und der NATO aus.

In Tschechien hat das Rennen um die Nachfolge des derzeitigen Präsidenten Miloš Zeman mit den für Januar angesetzten Wahlen begonnen.

Die Tschechische Republik sollte auf jeden Fall Teil der Gemeinschaft der demokratischen Länder und ihrer Institutionen – insbesondere der EU und der NATO – sein, weil dies Sicherheit und Stabilität bringe, sagte einer der Kandidaten, ein ehemaliger Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, General Petr Pavel.

„Wir haben keine bessere Alternative. Dank unserer Mitgliedschaft in diesen Institutionen haben wir einen Sitz am Verhandlungstisch und damit einen Einfluss auf die Richtung Europas“, sagte er.

Er sagte, es sei im Interesse der Tschechischen Republik, die bestmöglichen Beziehungen zu den USA zu unterhalten und bezeichnete sie als das einflussreichste Land in der demokratischen Welt. Er fügte hinzu, dass dies durch die Erfüllung von Verpflichtungen und einen aktiven Ansatz für die kollektive Sicherheit innerhalb der NATO erreicht werden könne.

Die andere Kandidatin, die ehemalige Universitätsrektorin Danuše Nerudová, ist ebenfalls für den Verbleib in der NATO und der EU.

„Die Tschechische Republik sollte ein verlässlicher und berechenbarer Partner sein, der seinen Verpflichtungen nachkommt und sich nicht scheut, unsere nationalen Interessen gegenüber anderen Ländern aktiv zu verteidigen und zur Weiterentwicklung der europäischen und internationalen Partnerschaften beizutragen“, schrieb sie.

„Die Tschechische Republik sollte stolz und sicher sein, wofür sie ausgezeichnete Beziehungen zu den USA und anderen ausländischen Partnern haben sollte“, fügte sie hinzu.

„Meine Vision für die Tschechische Republik ist ein sicheres Land, ein Mitglied der EU und der NATO, mit einer stetig wachsenden Wirtschaft, einem hohen Digitalisierungsgrad, einer funktionierenden Sozial- und Gesundheitspolitik, einschließlich einer Rentenreform, und gleichen Beschäftigungschancen“, sagte Josef Středula, Vorsitzender der Gewerkschaft.

Er sagte, dass die Beziehungen zu den USA auf politischer und wirtschaftlicher Ebene vertieft werden sollten.

Die drei gehören zu den Kandidat:innen, die die besten Chancen haben, in die zweite Wahlrunde einzuziehen.

Der ehemalige Premierminister Andrej Babiš, ein weiterer potenzieller Kandidat, hat bisher gezögert, seine Kandidatur zu bestätigen – wahrscheinlich aufgrund seiner geringen Erfolgschancen laut den Umfragen.