Türkei tritt dem EU-Wettbewerbsprogramm bei [DE]
Günther Verheugen, der für Unternehmen zuständige Kommissar, und Volkan Bozkir, der türkische Botschafter bei der EU, haben gestern mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung den Beitritt der Türkei zu dem ‚Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation’ (CIP) der Union besiegelt.
Günther Verheugen, der für Unternehmen zuständige Kommissar, und Volkan Bozkir, der türkische Botschafter bei der EU, haben gestern mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung den Beitritt der Türkei zu dem ‚Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation’ (CIP) der Union besiegelt.
Verheugen begrüßte die Entscheidung der Türkei und sagte: „Die Unternehmen und vor allem die KMU werden davon stark profitieren. […] Dieses Netzwerk wird den Unternehmen sowohl in der EU als auch in der Türkei großartige Kooperationsmöglichkeiten eröffnen.“
Der Kommissar brachte auch seine Hoffnung zum Ausdruck, dass diese Entschiedung auch politische Auswirkungen auf die Annäherung der Türkei und der EU haben werde.
Das CIP, das mit einem Haushalt von 3,6 Milliarden Euro bis 2013 ausgestattet ist, zielt hauptsächlich auf die Förderung von unternehmerischer Initiative und Wachstum von kleinen und mittleren Unternehmen ab. Letztere bildeten das Rückgrat der türkischen Volkswirtschaft, betonte Bozkir. Es werde der Türkei ermöglichen, an gemeinsamen EU-Projekten teilzunehmen und den vollen Gewinn aus dem Austausch bewährter Praktiken zu ziehen, so die Kommission.
Das CIP besteht aus den folgenden drei Säulen:
- Das Programm „Unternehmerische Initiative und Innovation“ (EIP), das zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ins Leben gerufen wurde;
- Das Programm „Unterstützung der Politik für Informations- und Kommunikationstechnologien“ (IKT-Förderprogramm), das darauf abzielt, die Entwicklung einer nachhaltigen, wetttbewebsfähigen, innovativen und integrativen Informationsgesellschaft zu beschleunigen, und;
- Das Programm „Intelligente Energie für Europa“ (IEE), das Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen in allen Sektoren fördert.
Die Türkei hat bereits aktiv an innovationsbezogenen Unternehmungen innerhalb des sechsten Rahmenprogramms „Forschung und Innovation“ teilgenommen, das mit dem CIP weiter ausgebaut wurde.
Die Türkei ist das dritte Kandidatenland nach Kroatien und der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien, das dem CIP beitritt.