Umfrage: Macron drängt sich vor Le Pen
Eine Umfrage sieht den parteilosen französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron in der ersten Wahlrunde erstmals vor Marine Le Pen.
Eine Umfrage sieht den parteilosen französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron in der ersten Wahlrunde erstmals vor Marine Le Pen.
Der parteiunabhängige Kandidat bei der französischen Präsidentenwahl, Emmanuel Macron, liegt sieben Wochen vor der ersten Runde der Präsidentenwahl erstmals in einer Umfrage vor der Kandidatin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen.
Macron kommt der am heutigen Freitag veröffentlichten Odoxa-Erhebung zufolge für die erste Wahlrunde auf 27 Prozent, Le Pen auf 25,5 Prozent. Der Kandidat der Konservativen, Francois Fillon, könnte nur mit 19 Prozent der Stimmen rechnen und würde es damit nicht in die Stichwahl schaffen. Früheren Umfragen zufolge würde sich Macron in der zweiten Runde klar gegen Le Pen durchsetzen.
EU-Parlament macht Weg frei für Ermittlungen gegen Le Pen
Am Donnerstag hatte das EU-Parlament die Immunität der rechtsextremen Kandidatin Le Pen aufgehoben und den Weg für Ermittlungen freigemacht.
Der Chefin des Front National wird in Frankreich vorgeworfen, auf Twitter Fotos von Gewalttaten der IS-Miliz gepostet zu haben, was strafbar ist. Mit Ermittlungen hat auch der konservative Kandidat Francois Fillon zu kämpfen, der auf Staatskosten seine Ehefrau zum Schein beschäftigt haben soll. Profitieren könnte davon der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron. Jüngsten Umfragen zufolge kommt es Anfang Mai zur Stichwahl zwischen Le Pen und Macron, die dieser klar gewinnt.
Le Pen wurde bislang durch ihre Immunität vor Strafverfolgung in Frankreich geschützt. Dort kann die Verbreitung von Gewaltbildern mit bis zu drei Jahren Haft und 75.000 Euro geahndet werden. Le Pen soll 2015 drei Fotos von Hinrichtungen durch den IS gepostet haben, darunter die Enthauptung des US-Journalisten James Foley. Die französische Justiz hatte um die Aufhebung von Le Pens Immunität gebeten. Nun kann die Front-National-Chefin von der Polizei vernommen werden.