Umfrage: nationale Perspektive und neue Medieninstrumente zentral für EU-Kommunikation [DE]
Die richtige Balance zwischen der Perspektive Brüssels und der Wahrnehmung auf Seiten der Mitgliedstaaten zu finden, ist von großer Bedeutung bei der Vermittlung der EU-Politik. Blogs und Videos entwickeln sich zu immer beliebteren Instrumenten der Online-Kommunikation. Dies zeigte eine von EURACTIV durchgeführte Umfrage.
Die richtige Balance zwischen der Perspektive Brüssels und der Wahrnehmung auf Seiten der Mitgliedstaaten zu finden, ist von großer Bedeutung bei der Vermittlung der EU-Politik. Blogs und Videos entwickeln sich zu immer beliebteren Instrumenten der Online-Kommunikation. Dies zeigte eine von EURACTIV durchgeführte Umfrage.
Die Umfrage wurde am 28. Februar 2008 während einer von Kellen Europe organisierten Konferenz zum Thema ‚Euro-Konferenz: Ihren Verband auf die nächste Ebene führen’ (Originaltitel: „Euroconference: Taking your association to the next level”) vorgestellt. Aus dieser ging hervor, dass mehr und mehr Stakeholder auf EU-Ebene innovative Kommunikationsinstrumente – einschließlich Online-Video, Blogs und RSS-Feed – nutzen, um ihre traditionellen Methoden zu ergänzen.
Insbesondere glauben die Verbände, dass Online-Videos einen höheren Mehrwert hätten (45%) als Blogs oder Möglichkeiten bei der Syndikation von Inhalten, wie die automatische Integration von Text oder RSS-Feeds. Mehr als drei Viertel der Befragten sagten, sie seien mit Online-Videos vertraut (80%). Nur zwölf Prozent nutzen diese jedoch zur externen Kommunikation. 28% gaben an, sie planten, Online-Videos noch in diesem Jahr oder später zu verwenden.
Die Ergebnisse zeigen ebenfalls einen Anstieg der Beliebtheit von Blogs. Deren Verwendung durch Verbände verdreifachte sich innerhalb eines Jahres (zwischen 2006 und 2007). 32% gaben nun an, dass Blogs ihren Kommunikationsstrategien eine Mehrwert zufügten (siehe Links Dossier). Nicht nur sind 60% der Befragte mit Blogs vertraut, auch werden sie von fast der Hälfte (47%) gelegentlich gelesen und weitere acht Prozent lesen sie häufig (fünf Prozent schreiben ihren eigenen Blog).
Optionen der Inhalts-Syndikation werden von den Verbänden weniger häufig genutzt: Nur 16% der Befragten sagten, sie nutzten bereits eine automatische Integration von Text oder RSS-Feeds. Dies könnte sich jedoch künftig ändern, da ein Fünftel beabsichtigt, dies in diesem Jahr oder später zu nutzen. Nur etwas mehr als ein Drittel ist der Meinung, dass RSS einen Mehrwert für ihre Strategien biete.
Die meisten Verbände (72%) bevorzugen, einen ausgewogenen Fokus zwischen Brüssel und den nationalen Hauptstädten zu entwickeln, wenn sie das Bewusstsein für politische Fragen steigern wollen. Die Teilnehmer haben mit überragender Mehrheit (93%) betont, über eine aktuelle Internetseite zu verfügen, habe für die Kommunikation mit Entscheidungsträgern eine enorme Bedeutung. Die Hälfte der Befragten konsultiert Beratungsunternehmen, um ihre Position bekannt zu machen.
Auch wenn die Internetseiten der Kommission und des Parlaments für die Verbände wichtige Quellen für Informationen über EU-Politik darstellen, zeigen die Ergebnisse, dass nationale Zeitungen und Webseiten bei der Verbreitung von Informationen noch immer eine große Rolle spielen. EURACTIV aus dieser Frage ausgenommen, ist BBC Online die meistgenutzte Internetseite zu EU-Angelegenheiten. Die Beliebtheit von Google News nimmt rapide zu.
Schließlich betonten die Ergebnisse die Bedeutung einer mehrsprachigen Berichterstattung. Mehr als die Hälfte der Verbände nannten die Sprachenauswahl den wertvollsten Aspekt des aus mehreren Ländern bestehenden Netzwerks von EURACTIV.