Umweltfilm hat französischen Grünen geholfen [DE]
Die Ausstrahlung des Dokumentationsfilms „Home” im öffentlichen Fernsehen hat mit hoher Wahrscheinlichkeit der „Europe Ecologie“ Liste in Frankreich geholfen, so der Regisseur des Films Yann Arthus-Bertrand. Aber er wies alle Berichte zurück, wonach er die Wahl beeinflussen wollte.
Die Ausstrahlung des Dokumentationsfilms „Home” im öffentlichen Fernsehen hat mit hoher Wahrscheinlichkeit der „Europe Ecologie“ Liste in Frankreich geholfen, so der Regisseur des Films Yann Arthus-Bertrand. Aber er wies alle Berichte zurück, wonach er die Wahl beeinflussen wollte.
Mehre große französische Zeitungen stellten gleichzeitig die Frage ob die Premiere des Films Home am 5. Juni, der einem Hilferuf ähnelt, den französischen Grünen in der EU-Wahl zu Gute kam.
Tatsächlich erhielt die Partei “Europe Ecologie” von Daniel Cohn-Bendit 16,3 Prozent der Stimmen in Frankreich, mehr als das doppelte des Ergebnis in den EU-Wahlen von 2004, 7,41 Prozent.
Jedoch sei es schwer die Auswirkungen des Films zu evaluieren. Studien hatten bereits eine wachsende Unterstützung für die Grünen belegt, was die Führung der zwei großen europäischen Parteien, die konservative EVP und die sozialdemokratische SPE erodierte (EURACTIV 4. Juni 2009).
Die französische Rechtsextreme denunzierte die Veröffentlichung des Films vor den EU-Wahlen als “Manipulation”.
Der Rechtsradikale Jean Marie Le-Pen, Führer der Front Nationale, beschimpfte den Film als “extravagant und skandalös“ und behauptete er sei lediglich dafür da, die Kandidaturen von Bové und Cohn-Bendit zu unterstützen.
Yann Arthus Bertrand wies jegliche Anspielungen der Manipulation zurück. Das Datum der Veröffentlichung des Films sei vor zwei Jahren entschieden worden und er habe sich sehr beeilen müssen, um zeitig fertig zu werden, sagte er in einem Zitat der Zeitung Le Monde.
Er folgerte jedoch, dass die Wähler durch das Sehen des Filmes in ihrer Wahl bestimmt beeinflusst worden sein könnten.
Der Chef der französischen Grünen, Daniel Cohn-Bendit stimmte dieser Ansicht zu. Es gebe eine ökologische Sensibilität in Frankreich, die durch Filme wie ‚Home’ sicherlich aktiviert oder reaktiviert worden sei. Ja dies sei durchaus möglich, sagte er.
Arthus-Bertrand sagte diese Denkrichtung befolgend, dass der Film auch der Regierungspartei UMP geholfen haben könnte, die einen guten Umweltminister, Jean-Louis Borloo, habe.
Sogar Sarkozy habe über die Kontroverse gesprochen. Der französische Präsident sagte, er verstehe nicht, warum den Film eine solche Polemik umgebe. Wenn es eine Mission für das öffentliche Fernsehen gebe, dann sei dies, den Bürgern die umweltbezogenen Herausforderungen zu erklären.
Die Presse berichtete, dass France 2 gezögert hatte den Film herauszugeben. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung erklärte ein Moderator, das Datum der gleichzeitigen Erstausstrahlung von ‚Home’ in 134 Ländern sei lange entschieden worden bevor das Datum der EU-Wahlen festgelegt wurde.