Ungarn bereitet sich auf Strom von Flüchtlingen aus der Ukraine vor
Ungarn wird den Menschen, die nach dem russischen Militärangriff vom Donnerstag (24. Februar) aus der Ukraine fliehen, humanitäre Hilfe anbieten.
Ungarn wird den Menschen, die nach dem russischen Militärangriff vom Donnerstag (24. Februar) aus der Ukraine fliehen, humanitäre Hilfe anbieten. Eine Entsendung von Truppen oder Waffen in das Nachbarland komme jedoch nicht in Frage, so der ungarische Premierminister Viktor Orbán.
Orbán verurteilte Russlands Militäraktionen gegen die Ukraine und kündigte an, dass Polizei und Militär an der Grenze stationiert würden, da dort eine große Zahl ukrainischer Flüchtlinge erwartet werde.
„Nach dem heutigen militärischen Angriff müssen wir leider damit rechnen, dass die Zahl der ukrainischen Staatsbürger:innen, die in Ungarn ankommen und wahrscheinlich Asyl beantragen werden, steigen wird“, sagte Orbán am Donnerstag nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitskabinetts.
„Wir sind darauf vorbereitet, uns um sie zu kümmern, und wir werden die Herausforderung schnell und effizient bewältigen“, fügte er hinzu.
Am Donnerstag stürmten viele ukrainische Menschen in der grenznahen Region Transkarpatien Geschäfte und Tankstellen, bevor sie sich in Richtung Ungarn aufmachten, wie Telex berichtete.
An den ungarisch-ukrainischen Grenzübergängen bildeten sich lange Autoschlangen, in denen viele junge Männer versuchten, das Land zu verlassen und einer Einberufung zu entgehen.
Unterdessen kündigte die Polizei an, dass zwei Grenzübergänge für zusätzliche Stunden geöffnet sein werden.
Die ungarischen Verteidigungskräfte erwarten bis zu 600.000 Flüchtlinge aus der Ukraine und sind bereit, Zehntausende aufzunehmen, wie Hungary Today berichtet.
Es ist jedoch noch nicht bekannt, wie die Flüchtlinge aufgenommen werden sollen.