Unterstützung für Ukraine spaltet Tschechien

Eine von der Agentur Kantar CZ im Auftrag des Tschechischen Rundfunks durchgeführte Meinungsumfrage ergab, dass die Bereitschaft unter den Tschech:innen, Flüchtlinge aufzunehmen, zwischen Mai und Oktober gestiegen ist. Gleichzeitig ging die Bereitschaft, der Ukraine Militärgüter zukommen zulassen, leicht zurück.

EURACTIV.cz
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Die Bereitschaft, ukrainische Flüchtlinge aufzunehmen, ist in den letzten fünf Monaten gestiegen, während etwa 45 Prozent nicht damit einverstanden waren, den Kriegsflüchtlingen vor Ort zu helfen. [EPA-EFE/MARTIN DIVISEK]

Tschech:innen sind inzwischen eher bereit, ukrainische Flüchtlinge aufzunehmen. Gleichzeitig ging die Bereitschaft, der Ukraine Militärgüter zukommen zulassen, leicht zurück.

Die Bereitschaft, ukrainische Flüchtlinge aufzunehmen, ist in den letzten fünf Monaten gestiegen, während etwa 45 Prozent nicht damit einverstanden waren, den Kriegsflüchtlingen vor Ort zu helfen.

Eine größere Anzahl von Menschen macht sich auch keine Sorgen um ihren Arbeitsplatz aufgrund des Zustroms von Migranten:innen.

Allerdings ist auch die Unterstützung für die Entsendung von Militärhilfe in die Ukraine leicht gesunken, von 61 Prozent im Frühjahr auf derzeit 53 Prozent.

Das ergab eine von der Agentur Kantar CZ im Auftrag des Tschechischen Rundfunks durchgeführte Meinungsumfrage.

„Es ist immer noch so, dass Männer, Menschen mit höherer Bildung und die weitaus meisten Wähler der Regierungsparteien der Ukraine und den Flüchtlingen gegenüber freundlicher eingestellt sind“, sagte die Mitautorin der Umfrage, Nikola Kopáčová, dem Tschechischen Rundfunk.

„Am anderen Ende des Meinungsspektrums stehen die Wähler:innen der Freiheit und der Direkten Demokratie [Teil der EU-Parteifamilie ID der auch die Alternative für Deutschland angehört] und der Kommunistischen Partei (GUE-NGL)“.

Es gibt auch eine wachsende Tendenz, dass sich das Land von den russischen Energielieferungen lösen sollte, wobei die Gesellschaft in dieser Frage derzeit in zwei Hälften gespalten ist.

Während 48 Prozent der Tschech:innen die Energielieferungen aus Russland beenden wollen, sind 47 Prozent dagegen, und der Rest ist unentschlossen.

„Der Anteil derjenigen, die einer Unterbrechung der Energielieferungen aus Russland zustimmen, ist seit August um fünf Prozentpunkte gestiegen“, sagte Kopáčová.