Van der Bellen im ersten Wahlgang als Bundespräsident wiedergewählt

Am Sonntag (9. oktober) fand in Österreich die Bundespräsidentenwahl statt. Alexander Van der Bellen, der sich im ersten Wahlgang mit deutlicher Mehrheit gegen die anderen sechs Kandidaten durchgesetzt hatte, dürfte im Amt bleiben, so die aktuellen Hochrechnungen.

Euractiv.de
Austrian presidential elections
Mit rund 56 Prozent der Stimmen gewann Van der Bellen seine zweite sechsjährige Amtszeit, so die Hochrechnungen des SORA-Instituts vom Sonntagabend. In Anbetracht einer Abweichung von 2 Prozent bedeutet dies einen klaren Sieg. [EPA-EFE/CHRISTIAN BRUNA]

Am Sonntag (9. Oktober) fand in Österreich die Bundespräsidentenwahl statt. Alexander Van der Bellen, der sich im ersten Wahlgang mit deutlicher Mehrheit gegen die anderen sechs Kandidaten durchgesetzt hatte, dürfte im Amt bleiben, so die aktuellen Hochrechnungen.

Mit rund 56 Prozent der Stimmen gewann Van der Bellen seine zweite sechsjährige Amtszeit, so die Hochrechnungen des SORA-Instituts vom Sonntagabend. Mit Einbezug einer möglichen Abweichung von 2 Prozent bedeutet dies einen klaren Sieg.

Van der Bellen trat als unabhängiger Kandidat mit dem Wahlkampfmotto „Vernunft und Stabilität in stürmischen Zeiten“ an und betonte den Begriff der „Heimat.“

„Wenn das Ergebnis so hält, ist es für uns sehr, sehr fein,” so Van der Bellens Pressesprecher in Reaktion am Sonntagabend gegenüber dem ORF.

Der Sprecher fügte hinzu, dass diese Wahl „leider von mehreren Krisen überschattet wurde“, was für eine gewisse Unzufriedenheit mit der Politik sorge.

Sechs weitere Kandidaten standen auf dem Stimmzettel, von denen der rechtsgerichtete Kandidat Walter Rosenkranz mit rund 18 Prozent auf dem zweiten Platz liegt. Alle anderen Kandidaten erreichten am Sonntagabend weniger als 10 Prozent der Stimmen.

Die letzten Wahllokale schlossen am Sonntag um 17 Uhr. Der Großteil der fast einer Million angeforderten Briefwahlstimmen wird erst am Montag ausgezählt werden.

Zuvor hatten sich österreichische Wahlforscher:innen aufgrund der vielen Kandidaten und der hohen Zahl der Briefwahlstimmen unsicher über den Ausgang der diesjährigen Wahl geäußert.

Mit Ausnahme des Amtsinhabers Van der Bellen lagen keine Ergebnisse aus früheren Wahlen vor, an denen sich die Hochrechner hätten orientieren können.

Das internationale Interesse an der diesjährigen, scheinbar klaren Präsidentschaftswahl ist nicht besonders groß, wie der ORF berichtet. Nur etwa zehn ausländische Medien haben sich im Medienzentrum im Palais Niederösterreich akkreditiert.

Während bei den letzten Präsidentschaftswahlen vor sechs Jahren die Stichwahl zwischen dem rechtsgerichteten Norbert Hofer und dem unabhängigen Alexander Van der Bellen knapp war und die europäische Machtdynamik nach rechts hätte verschieben können, gingen internationale und nationale Medien diesmal von einem klaren Sieg des Amtsinhabers aus.

So schrieb die niederländische Tageszeitung NRC kurz vor der Wahl, dass man keine Kandidaten außer Van der Bellen ernst nehmen könne, und bezeichnete diese als „Witzfiguren.“