Vorwurf: Deutsche Milchbauern wirtschaften schlecht
Die deutschen Milchbauern wirtschaften schlechter als die Italiener und Franzosen, erklärte ein Regierungsvertreter im Bundestagsausschuss. Zwei Tage zuvor hatte die Regierung beschlossen, den Bauern zu helfen, an Kredite und Subventionen zu kommen. Außerdem wird die Agrardieselsteuer sinken.
Die deutschen Milchbauern wirtschaften schlechter als die Italiener und Franzosen, erklärte ein Regierungsvertreter im Bundestagsausschuss. Zwei Tage zuvor hatte die Regierung beschlossen, den Bauern zu helfen, an Kredite und Subventionen zu kommen. Außerdem wird die Agrardieselsteuer sinken.
Die Regierung bewertet die Situation der deutschen Milchbauern als dramatisch. Der Grund sind die fallenden Preise, aber auch die erheblichen strukturellen Probleme der deutschen Molkereiwirtschaft, erklärte ein Vertreter des Landwirtschaftsministeriums im Bundestagsausschuss am 27. Mai 2009.
Der Regierungsvertreter warf der deutschen Milchwirtschaft vor, „dass ihre Wertschöpfung von 85 Cent aus einem Liter Milch, verglichen mit der Wertschöpfung in Italien beispielsweise, wo 1,50 Euro erzielt werden, zu gering ist“, heißt es in einer Mitteilung. Ebenso lägen die Exporterlöse bei Käse deutlich unter denen von Italien und Frankreich.
Sowohl Vertreter der Union als auch der SPD forderten die Bauern auf, sich zum Markt zu bekennen. Außerdem sollten sich die Bauern stärker auf auf den Export konzentrieren. „Ohne Export müsse ein Drittel der Bauern aufgeben“, warnte ein Unionspolitiker.
Zwei Tage zuvor hatten sich die Regierungsfraktionen darauf geeinigt, den deutschen Bauern zugesagt, die Agrardieselsteuer zu senken und ihnen den Zugang zu Krediten zu erleichtern. (siehe Euractiv.de vom 26. Mai 2009)
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Bundestag: Bundesregierung: Erhebliche Strukturprobleme in deutscher Molkereiwirtschaft