Weltmeisterschaft: Finanzspritze für Deutschland [DE]

Neueste Statistiken zeigen, dass sich die Weltmeisterschaft für das Gastland bereits ausgezahlt hat. Die Arbeitslosigkeit ist um 0,1 % gesunken – mehr als zuvor erwartet.

Neueste Statistiken zeigen, dass sich die Weltmeisterschaft für das Gastland bereits ausgezahlt hat. Die Arbeitslosigkeit ist um 0,1 % gesunken – mehr als zuvor erwartet.

Niemand wird leugnen, dass sich große Sportereignisse direkt auf die Wirtschaft des Gastlandes auswirken.  Ob die Folgen von langfristiger oder kurzfristiger Art sind, ist allerdings weniger sicher. Die Bundesagentur für Arbeit hat nun offizielle Zahlen veröffentlicht, welche zeigen, dass seit Beginn der Weltmeisterschaft in Deutschland die Arbeitslosigkeit um 0,1 % gefallen ist.  Experten gehen davon aus, dass in Folge der Ausrichtung der Weltmeisterschaft Gewinne in Höhe von € 433 Million zu verzeichnen sein werden – zusätzlich zu den Finanzspritzen der Sponsoren und dem erhöhten Medieninteresse. 

Im Allgemeinen sind die neuen Arbeitsplätze jedoch befristet, so dass abzuwarten bleibt, welche langfristigen positiven Effekte durch die Weltmeisterschaft entstehen.  Deutschlands Ansehen als Urlaubsland könnte beispielsweise aufgrund des positiven Images, welches es während dieser Weltmeisterschaft vermittelt hat, steigen und so neue Arbeitsplätze schaffen.

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht mit dem Titel Sports Sentiment and Stock Return wurden die Reaktionen der Investoren und Aktienmärkte in Folge von Niederlagen und Siegen im Fußball untersucht.  Man kam zu dem Ergebnis, dass der Aktienmarkt nach Niederlagen deutliche Einbußen zu vermerken hat.  Beispielsweise führte ein Ausscheiden in der Vorrunder einer Weltmeisterschaft am nächsten Tag zu abnormalen Kursverlusten in Höhe von 49 Basispunkten.  In der Studie heißt es weiter, dass Niederlagen den Markt wesentlich stärker beeinflussen als Siege.

Psychologische Beweise zeigen deutlich, dass sich Sportereignisse erheblich auf die Stimmung auswirken können.  Daten über die Medienabdeckung und die TV-Einschaltquoten legen beispielsweise nahe, dass Fußball in vielen Ländern von besonderem nationalen Interesse ist.  Man könne sich nur schwer vorstellen, dass es andere Ereignisse gebe, die solche entscheidenden Stimmungsschwankungen bei einem Großteil einer Landesbevölkerung auslösen können, heißt es in dem Bericht.