"Wir befinden uns in einer akuten Klimakrise"

Wir befinden uns in einer extremen Klimakrise, sagte die schwedische Klima- und Umweltministerin Annika Strandhäll am Sonntag im Vorfeld der UN-Klimakonferenz, die im Juni in Stockholm stattfinden wird.

EURACTIV.com
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Schweden und Kenia werden am 2. und 3. Juni in Stockholm ein hochrangiges Treffen mit dem Titel "Stockholm+50: ein gesunder Planet für den Wohlstand aller - unsere Verantwortung" veranstalten. Im Laufe der Woche finden eine Reihe weiterer Veranstaltungen statt, darunter Treffen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und zur Umstrukturierung der Schwerindustrie. [Shutterstock/DisobeyArt]

Die schwedische Klima- und Umweltministerin Annika Strandhäll hat am Sonntag im Vorfeld der UN-Klimakonferenz, die im Juni in Stockholm stattfinden wird, vor dem Ausmaß der Klimakrise gewarnt.

„Wir befinden uns in einer akuten Klimakrise. In Indien schmilzt der Asphalt, Vögel sterben wegen der Hitze, und in Schweden haben wir sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen“, sagte Strandhäll und fügte hinzu, sie hoffe, dass die führenden Politiker:innen der Welt „Verantwortung zeigen“ und „es schaffen, den Fokus auf das zu richten, wofür sie da sind.“

Schweden und Kenia werden am 2. und 3. Juni in Stockholm ein hochrangiges Treffen mit dem Titel „Stockholm+50: ein gesunder Planet für den Wohlstand aller – unsere Verantwortung“ veranstalten. Im Laufe der Woche finden eine Reihe weiterer Veranstaltungen statt, darunter Treffen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und zur Umstrukturierung der Schwerindustrie.

Stockholm+50 markiert den 50. Jahrestag der ersten UN-Umweltkonferenz, der Stockholmer Konferenz von 1972, die zur sogenannten Stockholmer Erklärung führte, die mehrere Grundsätze zu Umwelt und Entwicklung enthält, aber auch zur Gründung des UN-Umweltprogramms (UNEP) und zur Einführung des internationalen Umwelttages beitrug.

„Die Politiker:innen müssen vorangehen und Führungsstärke zeigen“, sagte die schwedische Klimaministerin Annika Strandhäll am Sonntag (29. Mai) gegenüber der Presseagentur TT und fügte hinzu, dass unsere Zukunft „eine gemeinsame Zukunft“ sei, die wir „zusammen gestalten“ müssten.

„Bei Stockholm+50 geht es darum, wie wir sicherstellen, dass wir die Ergebnisse erzielen, die wir für die bereits eingegangenen Verpflichtungen brauchen. Tagungen, auf denen ständig neue Verpflichtungen eingegangen werden, sind bedeutungslos, wenn wir das, was bereits vereinbart wurde, nicht einhalten“, erklärte sie.

Nach Angaben des Stockholmer Umweltinstituts erfüllt derzeit kein Land seine Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen, und seit 1972 wurde nur ein Zehntel der weltweit vereinbarten globalen Umwelt- und Entwicklungszielen erreicht oder deutliche Fortschritte erzielt.

„Dies ist die scharfe Kritik, die sich die politischen Führer der Welt zu Herzen nehmen müssen. Schweden wird natürlich seinen Beitrag leisten, aber weitere Länder müssen ebenfalls mehr tun, und zwar schneller“, sagte Strandhäll.