Europäischer Migräne-Aktionsplan zum Schließen von Versorgungslücken
Wie bei jeder schweren Krankheit kann eine angemessene Versorgung die Belastung erheblich verringern; bei Migräne ist das nicht anders.
Wie bei jeder schweren Krankheit kann eine angemessene Versorgung die Belastung erheblich verringern; bei Migräne ist das nicht anders. Dennoch bleibt die Belastung durch Migräne bestehen – vor allem, weil die Krankheit in den Gesundheitssystemen zu wenig diagnostiziert wird und der Zugang zu einer optimalen Versorgung mangelhaft ist, so dass viele derjenigen, die am dringendsten Unterstützung benötigen, diese nicht erhalten. [1]
Die jüngste OVERCOME (EU)-Studie (ObserVational survey of the Epidemiology, tReatment and Care of MigrainE) von Lilly zeigt, dass es in den letzten zehn Jahren kaum Fortschritte bei der Migränebehandlung gegeben hat. [2] [3]
Wir bei Lilly sind der Meinung, dass die Migränegemeinschaft zusammenarbeiten muss, um einen europäischen Migräne-Aktionsplan zu erstellen, der sich mit den ungedeckten Bedürfnissen befasst und eine optimale Versorgung von Menschen mit Migräne unterstützt.
Wir teilen die Überzeugung der Europäischen Migräne- und Kopfschmerz-Allianz (EMHA), dass die Chance auf ein Leben frei von der Last der Migräne das gemeinsame Ziel aller politischen Entscheidungsträger, Patienten und Angehörigen der Gesundheitsberufe sein sollte und dass der Dialog zwischen den verschiedenen Interessengruppen der Schlüssel zur Verwirklichung dieses Ziels ist. [4]
Obwohl Migräne eine der häufigsten Krankheiten der Welt ist und schätzungsweise 12 Prozent der Europäer davon betroffen sind, [5] wird sie nach wie vor weitgehend missverstanden, stigmatisiert und von vielen als „nur Kopfschmerzen“ abgetan. Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass es in der Migränebehandlung nach wie vor Hindernisse gibt, die dazu führen, dass Millionen von Europäern jahrelang unter einer schlecht behandelten Migräne leiden. Es ist jetzt an der Zeit, dies zu ändern.
Anhaltende Herausforderungen auf dem Weg zur Migränebehandlung
Menschen mit Migräne müssen sich auf einem Behandlungspfad mit vielen Hindernissen bewegen, der oft nicht einmal eine genaue Diagnose zulässt. Daten der Weltgesundheitsorganisation zeigten vor mehr als einem Jahrzehnt, dass weltweit 60 Prozent der Menschen mit Kopfschmerzerkrankungen nicht richtig diagnostiziert wurden. [7] Die Eurolight-Studie, eine Querschnittserhebung auf der Grundlage von Fragebögen in zehn europäischen Ländern, ergab, dass im Durchschnitt weniger als einer von fünf Migränepatienten einen Allgemeinmediziner und weniger als einer von zehn einen Facharzt aufsuchte (14 Prozent beziehungsweise fast 7 Prozent). [8]
Im Rahmen des Engagements von Lilly für eine bessere Migräneversorgung wurde die OVERCOME (EU)-Studie durchgeführt, um einen Überblick über die aktuelle Situation bei Migräne zu erhalten und Lösungen zu erarbeiten. Die Studie zielt darauf ab, das Verständnis der Migränegemeinschaft und anderer wichtiger Entscheidungsträger für die Belastung durch die Krankheit, die unerfüllten Bedürfnisse der Patienten, die Hindernisse für eine angemessene Behandlung und die Faktoren, die die Ergebnisse der Patienten beeinflussen, zu verbessern.
Studien aus der Praxis bieten neue, einzigartige und relevante Einblicke in die ungedeckten Bedürfnisse von Migränepatienten und tragen dazu bei, die Entwicklung von Lösungen für diese Bedürfnisse und die Verbesserung der Versorgung zu lenken.
Die OVERCOME (EU)-Studie unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen in der Migräneversorgung. Die Ergebnisse der Studie, bei der zwischen Oktober 2020 und Februar 2021 Daten von mehr als 20.000 Migränepatienten in Deutschland und Spanien erhoben wurden, zeigen, dass fast die Hälfte (42 Prozent) der Befragten vor der Teilnahme an der Studie keine formale Diagnose von einem Arzt erhalten hatte. Die Ergebnisse dieser Studie zeigten auch, dass die meisten Patienten, die potenziell für eine präventive Behandlung in Frage kamen, diese in der Vergangenheit nicht in Anspruch genommen hatten.
Wie ein Europäischer Migräne-Aktionsplan dazu beitragen könnte, die Lücke in der Migräneversorgung zu schließen
Ein Europäischer Migräne-Aktionsplan könnte die Versorgungslücke verkleinern, indem er eine angemessene Versorgung zugänglich macht und den Betroffenen die Chance auf ein Leben ohne die Last der Migräne gibt. Mit besonderem Augenmerk auf fünf entscheidende Bereiche ist ein Wandel möglich durch:
- Verbesserung des öffentlichen Verständnisses und Bewusstseins für Migräne
- Verbesserung der Ausbildung aller Angehörigen der Gesundheitsberufe zum Thema Migräne
- Sicherstellung einer angemessenen Finanzierung und des Zugangs zu einer hochwertigen Migräneversorgung
- Einführung effizienter Behandlungspfade, um die Bedürfnisse der Patienten zeitnah zu erfüllen
- Bessere arbeitsbezogene Ergebnisse für Menschen mit Migräne
Ein klarer Behandlungspfad und ein starker politischer Rahmen könnten die Belastung durch Migräne erheblich verringern. Gemeinsam können die Migränegemeinschaft und die politischen Entscheidungsträger aus den Erkenntnissen der Praxis lernen, Möglichkeiten zur Verbesserung der Versorgung aufzeigen und sich für bessere Ergebnisse für die Millionen von Menschen mit Migräne in Europa einsetzen.
Lassen Sie uns Menschen mit Migräne in die Lage versetzen, ihr bestes Leben zu leben!
