Albanien bei erneuerbarer Wärme vor Deutschland

In Albanien stammten 2022 21,2 Prozent der für Heizung und Kühlung verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen, was nahe am EU-Durchschnitt von 22,9 Prozent lag, wie aus den jüngsten Daten von Eurostat hervorgeht.

exit.al
Albania,Solar,Panel,,Photovoltaic,,Alternative,Electricity,Source,-,Concept,Of
Albanien produziert fast seine gesamte Energie aus Wasserkraft, aber da die Produktion saisonal ist und es keine Speicherkapazitäten gibt, wird ein Großteil exportiert. Das bedeutet, dass die Regierung in Zeiten hoher Nachfrage Energie aus fossilen Brennstoffen zukaufen muss. [Shutterstock/Wessam AL-Kholy]

In Albanien stammten 2022 21,2 Prozent der für Heizung und Kühlung verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen, was nahe am EU-Durchschnitt von 22,9 Prozent lag, wie aus den jüngsten Daten von Eurostat hervorgeht.

Albanien produziert fast seinen gesamten Strom aus Wasserkraft, aber da die Produktion saisonal ist und es keine Speicherkapazitäten gibt, wird ein Großteil exportiert. Das bedeutet, dass die Regierung in Zeiten hoher Nachfrage Energie aus fossilen Brennstoffen zukaufen muss.

Albaniens Anteil an erneuerbaren Energien beim Heizen und Kühlen ist zwar weit entfernt von Ländern wie Schweden, wo fast 70 Prozent der gesamten Heiz- und Kühlenergie aus erneuerbaren Quellen stammt, aber es schneidet besser ab als Italien, Ungarn, Spanien und Deutschland, berichtet das albanische Medium Monitor.

Energie für Heizung und Kühlung macht laut Eurostat fast 50 Prozent des gesamten Bruttoendenergieverbrauchs in der EU aus.

In absoluten Zahlen hat der Anteil der erneuerbaren Energien für Heiz- und Kühlzwecke in der EU im Laufe der Zeit stetig zugenommen, was hauptsächlich auf den Beitrag von Biomasse und Wärmepumpen zurückzuführen ist.

„Für das Jahr 2021 ist jedoch auch der Bruttoverbrauch aller Brennstoffe gestiegen, vor allem aufgrund der wirtschaftlichen Erholung nach der Aufhebung der COVID-19-Beschränkungen. Infolgedessen sank der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendverbrauch für Heiz- und Kühlzwecke um 0,1 Prozentpunkte, von 23,0 Prozent im Jahr 2020 auf 22,9 Prozent im Jahr 2021. Dies ist fast das Doppelte des Wertes von 2004 (11,7 Prozent).

Die Entwicklungen im Industriesektor, im Dienstleistungssektor und in den Haushalten (einschließlich der Elektrifizierung der Heizung mithilfe von Wärmepumpen) trugen zum Wachstum der erneuerbaren Energien im Bereich Heizung und Kühlung bei“, heißt es in der Eurostat-Mitteilung.

Die niedrigsten Anteile erneuerbarer Energiequellen für Heizung und Kühlung wurden in Irland (5,2 Prozent), den Niederlanden (7,7 Prozent) und Belgien (9,2 Prozent) verzeichnet.

Alle Mitgliedstaaten der EU meldeten einen Anstieg von 2004 bis 2021. Die höchsten Zuwächse wurden in Zypern (+32,1 Prozentpunkte) verzeichnet, gefolgt von Malta (+30,3 Prozentpunkte), Estland (+28,0 Prozentpunkte) und Schweden (+22,7 Prozentpunkte). Geringere Anstiege wurden in Irland (+2,3 Prozentpunkte), Belgien (+6,3 Prozentpunkte) und den Niederlanden (+5,5 Prozentpunkte) verzeichnet.

(Alice Taylor | Exit.al)