Barroso fordert Exit-Strategie

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso fordert die Europäische Union auf, jetzt den Ausstieg aus dem Krisenmanagement zur Wirtschafts- und Finanzkrise vorzubereiten. Es sei Zeit für eine Exit-Strategie, sagte er in Barcelona.

Viele Fragen an Kommissionspräsident Barroso in der Universität von Barcelona (Foto: European Communities 2009)
Viele Fragen an Kommissionspräsident Barroso in der Universität von Barcelona (Foto: European Communities 2009)

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso fordert die Europäische Union auf, jetzt den Ausstieg aus dem Krisenmanagement zur Wirtschafts- und Finanzkrise vorzubereiten. Es sei Zeit für eine Exit-Strategie, sagte er in Barcelona.

Vor der European Economic Association in Barcelona sagte Barroso: "Die Krise stellt uns vor große Herausforderungen. Sie bietet uns zugleich bemerkenswerte Möglichkeiten.“ Alle kurzfristigen Schritte zur Bewältigung der Krise müssten eine Basis für nachhaltiges Wachstum in der Zukunft bieten. Barroso sprach am Abend des 25. August 2009 an der Universität von Barcelona.

Er verwies darauf, dass die Kommission seit Oktober 2008 Staatsbeihilfen in Höhe von 30,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Finanzinstitute genehmigt habe. Gemeinsam mit dem von der Kommission initiierten Erholungsplan von 5 bis 6 Prozent der Wirtschaftsleistung habe dies dazu beigetragen, die Folgen der Krise zu mildern. Nun gelte es aber nach vorne zu schauen: "Wir müssen jetzt unsere Exit-Strategie vorbereiten", sagte Barroso.

"Politik besser absprechen"

Er rief zum Abbau der Haushaltsdefizite im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes auf. Zudem gelte es, die Stabilität des Finanzsektors weiter zu verbessern. Europa werde gestärkt aus der Krise hervorgehen. Eine Lehre sei aber: "Wir müssen unsere Politik besser und früher absprechen."

Den (englischen) Redetext finden Sie hier.