Bulgarien weist Gerüchte über Kampfjet-Ringtausch mit Den Haag zurück

Das bulgarische Verteidigungsministerium hat Gerüchte über einen möglichen Ringtausch von Kampfjets zwischen den Niederlanden, osteuropäischen NATO-Ländern und der Ukraine dementiert. Den Haag habe lediglich angeboten, bulgarische Piloten auszubilden.

EURACTIV.bg
F-16,Pilot
Letzte Woche hatte das EW Magazine erstmals über den möglichen Ringtausch berichtet. Der amtierende Verteidigungsminister Dimitar Stoyanow bestreitet jedoch, dass ein solcher Deal zum jetzigen Zeitpunkt möglich sei, sagte er vor Journalist:innen in Brüssel, wo er an einem Treffen der EU-Verteidigungsminister:innen teilnahm. [Shutterstock/sonya etchison]

Das bulgarische Verteidigungsministerium hat Gerüchte über einen möglichen Ringtausch von Kampfjets zwischen den Niederlanden, osteuropäischen NATO-Ländern und der Ukraine dementiert. Den Haag habe lediglich angeboten, bulgarische Piloten auszubilden.

Zuvor war in Medienberichten die Rede davon gewesen, Den Haag ziehe in Erwägung, F-16-Flugzeuge an NATO-Verbündete in Osteuropa abzugeben, wenn diese zustimmen würden, ihre MiG-29-Jets wiederum an die Ukraine zu liefern.

Vergangene Woche hatte das EW Magazine erstmals über den möglichen Ringtausch berichtet.

Bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister:innen in Brüssel bestritt jedoch der amtierende bulgarische Minister Dimitar Stoyanow, dass ein solcher Deal zum jetzigen Zeitpunkt möglich sei.

„Bereits im Juni wurde von niederländischer Seite brieflich angefragt, ob uns F-16 Flugzeuge zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Antwort lautete damals, dass es keine solche Möglichkeit gäbe und dass es keine Möglichkeit gäbe, Kampfflugzeuge zur Verfügung zu stellen“, kommentierte Stojanow.

Er habe zwar ein Treffen mit der niederländischen Verteidigungsministerin gehabt, so Stojanow. Dabei habe diese jedoch lediglich ihre Bereitschaft ausgedrückt, „bei der Ausbildung unserer Piloten für die F-16 zu helfen.“

Ihm zufolge werden die sowjetischen Flugzeuge bis Ende 2023 in Bulgarien im Einsatz bleiben, selbst wenn es dem Land gelinge, seine veralteten bulgarischen MiG-29 zu reparieren, die sich derzeit in Polen befinden.

Die ersten neuen F-16-Kampfjets werden 2025 in Bulgarien erwartet, sodass zwei Jahre lang keine Luftverteidigung zur Verfügung steht.

Am 3. November hat das bulgarische Parlament einen Beschluss zur Lieferung von Waffen an die Ukraine gefasst, der die Möglichkeit eröffnet, MiG-29 gegen F-16 zu tauschen.