Bulgarien will Nordmazedonien im Winter mit Strom versorgen

Bulgarien hat zugesagt, Nordmazedonien mit zusätzlichen Strommengen für den Winter zu versorgen, wie nach dem Treffen zwischen dem bulgarischen Premierminister Galab Donev und seinem mazedonischen Amtskollegen Dimitar Kovachevski am Montag (5. September) in Sofia bekannt gegeben wurde.

EURACTIV.bg
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Bulgarien kann bis Ende März 2023 täglich rund 200 Megawattstunden Strom nach Nordmazedonien exportieren. Dies entspricht etwa zehn Prozent der bulgarischen Stromexporte in die Nachbarländer, wodurch das Stromnetz in der Region stabilisiert wird. [Shutterstock/Montypeter]

Bulgarien hat zugesagt, Nordmazedonien mit zusätzlichen Strommengen für den Winter zu versorgen, wie nach dem Treffen zwischen dem bulgarischen Premierminister Galab Donev und seinem mazedonischen Amtskollegen Dimitar Kovachevski am Montag (5. September) in Sofia bekannt gegeben wurde.

Bulgarien kann demnach bis Ende März 2023 täglich rund 200 Megawattstunden Strom nach Nordmazedonien exportieren.

Dies entspricht etwa zehn Prozent der bulgarischen Stromexporte in die Nachbarländer und soll das Stromnetz in der Region stabilisieren.

Während es einen Stromexportvertrag zwischen den beiden Ländern geben soll, liegen noch keine Informationen darüber vor, ob die Preise niedriger sein werden als auf dem freien Markt.

„Wir werden uns mit Bulgarien zusammentun, um eine Lösung für die Stromversorgung zu finden“, sagte der mazedonische Premierminister.

Er wies darauf hin, dass Nordmazedonien vor zwei Jahren nicht über Corona-Impfstoffe verfügte, woraufhin Bulgarien einsprang, jetzt hat das Land nicht genug Strom.

Die beiden Premierminister erörterten Möglichkeiten für Nordmazedonien, Gas im bulgarischen Gasspeicher „Chiren“ zu speichern.

„Bulgarien war und ist traditionell ein führendes Land im Energiebereich in der Region, um die Sicherheit auf dem Balkan zu gewährleisten“, sagte der bulgarische Premierminister Galab Donev.

„Es wurden konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Bereich des Strom- und Gastransports erörtert, wie etwa die Möglichkeit, zusätzliche Stromkapazitäten aus Bulgarien zu exportieren, sowohl für den Bedarf der Wirtschaft und Industrie der Republik Nordmazedonien als auch für die inländischen Verbraucher“, so Donev.

Durch die bulgarische Gasspeicherung in Chiren werden die Flüssiggaslieferungen für den täglichen Bedarf Nordmazedoniens ausgeglichen werden.