Bulgarien wird wahrscheinlich keine weiteren Waffen an die Ukraine liefern

Bulgarien, ein wichtiger Produzent von Munition für die ukrainischen Soldaten, hat alle nach einem Parlamentsbeschluss erforderlichen Rüstungsgüter geschickt, so der amtierende Verteidigungsminister Dimitar Stojanow, der damit die Worte von Präsident Rumen Radev wiederholte.

EURACTIV.bg
Assault,Rifle,With,Silencer,,Bulletproof,Vest,,Helmet,With,Night,Vision
Bulgarien ist ein wichtiger Produzent von Munition für die von der ukrainischen Armee verwendeten Waffen sowjetischer Bauart - etwas, das die Soldaten wirklich brauchen. [Shutterstock/Nesterenko Maxym]

Bulgarien, ein wichtiger Produzent von Munition für die ukrainischen Soldaten, hat alle nach einem Parlamentsbeschluss erforderlichen Rüstungsgüter geschickt, so der amtierende Verteidigungsminister Dimitar Stojanow, der damit die Worte von Präsident Rumen Radev wiederholte.

Bulgarien ist ein wichtiger Hersteller von Munition der von der ukrainischen Armee verwendeten Waffen sowjetischer Bauart, welche von den Soldaten dringend benötigt wird.

„Wir haben Helme, kugelsichere Westen, Winterkleidung und medizinische Pakete geliefert“, sagte er.

Auf die Frage von Journalisten, ob Bulgarien der Ukraine weitere Waffen zur Verfügung stellen werde, sagte Stojanow: „Die Liste ist gemäß dem Beschluss des Parlaments vollständig.“

Stojanows Worte spiegeln die Worte von Präsident Rumen Radev von letzter Woche wider.

„Bulgarien hat der Ukraine bereits Waffen aus seinen Militärbeständen zur Verfügung gestellt, die Übergangsregierung hat den Auftrag der Nationalversammlung erfüllt. Ich hoffe, dass die Regierung in Zukunft Vernunft walten lässt, um zu verhindern, dass sich so etwas wiederholt“, sagte Radev, der sich stets gegen Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen hat, weil er glaubt, dass dies den Konflikt verlängern würde.

Unter der Vorgängerregierung beschloss das Parlament, der Ukraine militärische Hilfe zu leisten, die zum Teil bereits unterwegs ist, aber die von Radev ernannte Übergangsregierung wird diesen Weg wohl nicht weiter beschreiten.

Die bulgarische Regierung müsse zwar weiterhin die ukrainische Seite unterstützen, aber entsprechend den Möglichkeiten Bulgariens, erklärte Stojanow.

„Im Beschluss der Nationalversammlung vom 9. Dezember heißt es, dass Bulgarien Hilfe gemäß einer Liste leisten muss, die das Verteidigungsministerium dem Ministerrat und dann der Nationalversammlung vorgelegt hat“, sagte Stojanow.

„Ich kann mit Genugtuung feststellen, dass diese Liste erfüllt worden ist. In Punkt 6 dieses Beschlusses heißt es, dass die Regierung die Ukraine weiterhin nach Maßgabe der bulgarischen Fähigkeiten unterstützen soll. Im Moment sind die bulgarischen Fähigkeiten so, wie sie sind. Wir haben diese Liste vorgelegt“, fügte Stojanow hinzu.

Bulgarien sei jedoch bereit, den medizinischen Rehabilitationsfonds für die ukrainischen Soldaten wieder einzurichten, so Stojanow weiter.