Eigene Programme beherrschen Europas Fernsehbildschirme

Zwei Drittel der Fernsehprogramme, die in Europa angesehen werden, seien europäischen Ursprungs, heißt es in einem Bericht, den die Europäische Kommission am Freitag (24. September) veröffentlichte. Dies stimmt mit den EU-Regeln zur Förderung einheimischen Inhalts überein.

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Zwei Drittel der Fernsehprogramme, die in Europa angesehen werden, seien europäischen Ursprungs, heißt es in einem Bericht, den die Europäische Kommission am Freitag (24. September) veröffentlichte. Dies stimmt mit den EU-Regeln zur Förderung einheimischen Inhalts überein.

Während die Ausstrahlung von amerikanischen Inhalten in Europa eine Verschlechterung erlebt, konnten europäische Fernsehproduktionen und europäische Filme ihre Präsenz in den Ausstrahlungslisten in ganz Europa verstärken, zeigte die Studie. Die EAO-Zahlen stammten aus dem Jahr 2007. Der Bericht von letzter Woche zeigte, dass der Anteil der Werke unabhängiger Produzenten, die in den EU-Mitgliedsstaaten ausgestrahlt wurde im Jahr 2007 35,3 Prozent betrug und 2008 34,1 Prozent.

Wiederum gab es starke Schwankungen zwischen den Ländern, die von 61,7 Prozent für Deutschland im Jahr 2007 bis zu mageren 10,9 Prozent in Slowenien reichten, und von 62,3 Prozent in Deutschland im Jahr 2008 zu 15,1 Prozent in Griechenland.

Dänemark hatte die meist beeindruckende Quote von allen, mit 84 Prozent in beiden Jahren. Großbritannien hingegen schaffte es nur knapp über 50 Prozent.

Die Kommission sah die Zahlen als Beleg, dass die Zehnprozentmarke, die von der AVMS-Richtlinie gesetzt wurde, deswegen in allen Mitgliedsstaaten erreicht worden sei.

Trotzdem drängte die Kommission Zypern, Slowenien und Schweden, deren Anteil an europäischer Werke in der allgemeinen Ausstrahlung in beiden Jahren besonders niedrig war (27,9 Prozent/30 Prozent; 34,1 Prozent/44,6 Prozent; 45,1 Prozent/45,5 Prozent), ihre Sender zu ermutigen, mehr europäische Werke auszustrahlen und besonders auf kleine, spezialisierte Kanäle zu achten, die Probleme hätten, die erforderlichen Proportionen zu erreichen.

Die drei waren die einzigen Mitgliedsstaaten, die es nicht über die 50 Prozent schafften.

Was jüngste europäische Werke unabhängiger Produzenten angeht  – von der Kommission als Material definiert, das innerhalb von fünf Jahren nach der Produktion ausgestrahlt wird -, war dessen Ausstrahlungszeit höher. Die Anteile im Jahr 2007 betrugen 63 Prozent und im Jahr 2008 62,4 Prozent.

Mitgliedsstaaten sollen bis Ende 2011 zum Thema der Förderung europäischer Arbeit Bericht erstatten. Dabei beziehen sie sich auf Medien, in denen „auf Nachfrage“ gearbeitet wird: Filme auf Abruf, Fernsehen zum aufholen. Die Daten sollen rechtzeitig erscheinen, um in den nächsten Kommissionsbericht eingeschlossen zu werden, der 2012 veröffentlicht wird.