Erstmals Ebola-Ansteckung in Europa

Erstmals hat sich ein Mensch in Europa mit Ebola angesteckt. In Spanien hat sich eine Krankenschwester mit der in Westafrika grassierenden Seuche infiziert.

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Erstmals hat sich ein Mensch in Europa mit Ebola angesteckt. In Spanien hat sich eine Krankenschwester mit der in Westafrika grassierenden Seuche infiziert.

Das bestätigte Gesundheitsministerin Ana Mato am Montagabend in Madrid. Die Krankenschwester hatte einen an Ebola erkrankten spanischen Priester betreut, der vor zwei Wochen zur Behandlung aus Sierra Leone nach Madrid gebracht worden war und dort wenige Tage später verstarb. Die Krankenschwester hatte seitdem Urlaub. Nach Angaben von Medizinern fühlte sie sich erstmals am 30. September krank. Sie sei in einem stabilen Zustand. Die spanischen Behörden setzten inzwischen einen Notfallplan in Kraft, sagte Ministerin Mato.

Vertreter des Krankenhauses sagten, alle Kontaktpersonen der Krankenschwester stünden unter Beobachtung. Bislang seien aber keine weiteren Ebola-Fälle bekannt.

In ganz Westafrika geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mittlerweile von rund 3500 Ebola-Toten aus. Insgesamt waren bis Freitag 7.492 Krankheitsfälle gemeldet. Betroffen sind vor allem Liberia, Guinea und Sierra Leone.

In Liberia hat die Gewerkschaft der Mitarbeiter des Gesundheitswesens zu einem Bummelstreik aufgerufen, weil sie mit den Gehaltszuschlägen für die gefährliche Arbeit in den Ebola-Stationen nicht zufrieden ist. Der WHO-Vertreter in Liberia appellierte an die Krankenschwestern, Pfleger und Gesundheitshelfer, auf solche Arbeitskampfmaßnahmen zu verzichten. Ein Bummelstreik würde die Belastungen und Risiken für die anderen Kollegen erhöhen und auch die Patienten zusätzlich in Gefahr bringen.